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Artikel vom 15.04.2019

Nachruf

Der gefürchtete und verehrte Theaterkritiker

Reinhardt Stumm 88 jährig gestorben

Unser früherer Mitschreiber hat bis Ende 2007 in seinen Kolumnen «Zugeflogen» und «Mit Stumm unterwegs» auf unserem Autoren-Portal webjournal.ch eine beachtenswert grosse Anzahl Artikel veröffentlicht

Von Jürg-Peter Lienhard



Reinhardt Stumm in der Schmieden-Zunft, fotografiert von J.-P. Lienhard, © 2019


Reinhardt Stumm war beileibe kein einfacher Mensch, und als Journalist sowieso nicht. Viele fürchteten seine Schreibe, zumal, wenn sie sein Hauptinteresse, das Theater betraf. Dabei war er persönlich ein sehr höflicher, ja sogar hilfreicher Kollege. Wir trennten uns von ihm Knall auf Fall, so wie er sich auch bei anderen Redaktionen oder Engagements verabschieden liess. Und gleichwohl gehören seine Texte in unseren Rubriken zu den genüsslichsten Rosinen, die unser Dreiländer-Gugelhopf zu bieten hat. Auch nach Jahren stets immer noch als Archivbeiträge sehr lesenswert. Für mehr hier klicken:

«Das ist eine Fügung des Himmels», stöhnte Reinhardt Stumm sichtlich erleichtert, als er zu Beginn des 21. Jahrhunderts in mein Büro trat. Kurz zuvor hatte ich ihn kollegial angeschrieben, ob er als «frischgebackener» Pensionär der Basler Zeitung (BaZ) nicht auch Lust hätte, hin und wieder im «webjournal.ch» etwas zu publizieren - «um nicht aus der Übung zu geraten». Der Nachsatz wäre allerdings völlig überflüssig gewesen, denn ein Journalist und Publizist vom Kaliber eines Reinhardt Stumm denkt bis zum Lebensende nie daran, den Griffel freiwillig aus der Hand zu geben.

Nur, damals hing der Haussegen in der Chefredaktion der BaZ schief, wo Stumm als Feuilleton-Chef ebenfalls ein gewichtiges Wort mitzureden hatte. Man war froh, den Wortgewaltigen in die Pension «entsorgen» zu können, weil er nur allzuoft mit seiner Art, stur sich den Beschwichtigungen der weniger konsequenten Kollegen verweigerte, und Kritiken aus politischen oder Leserkreisen in seinen Repliken gewissermassen mit dem verbalen Zweihänder totzuschlagen trachtete.

Wobei «Zweihänder» ein passendes Bild ist, denn allein schon von seiner imposanten Körpergrösse über einsneunzig waren seine Hände entsprechend proportioniert, aber weil er in der Nachkriegszeit als Gärtner arbeitete, hatten sie auch ziemlich überproportionale Ausmasse angenommen. «Von ihm eine einzufangen, wollt ich nicht erleiden müssen», sagte denn A.S., der hier mitschreibende Kollege, der schon auf der Redaktion der BaZ mit ihm zusammenarbeitete, als mal das Gespräch auf «Stummsche Knallkörper» kam.

«Stummsche Knallkörper» waren jeweils Theater-Kritiken, die anhaltende Schockwellen verursachten, bis sie vom nächsten «Knall» abgelöst wurden und neue Reaktionen provozierten. Aber genau so wie man sich über seine Theater-Kritiken ärgern konnte, genau so konnte man sich auf sie verlassen, wenn er ein Stück lobte oder lobend rezensierte. Ich bin eine Zeitlang wegen ihm zu einem eigentlichen «Theater-Touristen» geworden, weil ich jeweils diese Theater-Inszenierungen irgendwo im deutschsprachigen Europa und sogar in Frankreichs Hauptstadt aufsuchte, wenn Stumm sie als bemerkenswert einstufte. Für ausserhalb Basels waren seine Kritiken absolut zuverlässig und untadelig, was die Beurteilung betraf…



Stumm hatte eine Affinität zu der Rudolf-Steiner-Schule in Münchenstein. Hier hält er eine Rede zur Eröffnung des Schulgartens. Fotografiert von J.-P. Lienhard, © 2019


Nebenbei: Mir bleibt wegen einer Stummschen Kritik die «Dreigroschen-Oper»-Inszenierung im Stadttheater Bern unauslöschlich als eine der gelungensten Theater-Inszenierungen in Erinnerung - weil sie so spannend war wie ein Oscar preisgekrönter Krimifilm. Sein Premieren-Bericht aus Bern war derart «appetitlich» verfasst gewesen, dass ich nach Bern reisen musste. Ihm, und dann auch mir gefiel, wie die Berner den Ohrwurm vom «Haifisch» eben so interpretierten, dass er künstlerisch verfremdet nicht die «Schlager»-Erwartung des Publikums bediente, sondern augenzwinkernd mit «verschluckten» Silben nur antönten.

In der von mir besuchten Aufführung wollte der Korken der Champagner-Flasche in der Szene mit der Räuberhochzeit nicht aus dem Flaschenhals raus, bis ein Schauspieler (mit Militärerfahrung) mit einem bajonettähnlichen Dolch Korken und Schaum bis hoch zum Bühnenrand knallen liess. Dass es darauf im vollbesetzten Saal sekundenlang mucksmäuschenstill wurde, bevor die Handlung ohne Applaus einfach weiterging, versetzte mich in nachhaltiges Staunen. Über das Publikum, über das Berner Publikum… Noch bis heute male ich mir zuweilen aus, was Stumm mit so einem Erlebnis gemacht hätte…

Natürlich war webjournal.ch zu Beginn der Nullerjahre die einzige journalistische Plattform, die sich ohne Werbung finanzierte und sich allein der journalistischen Qualität verpflichtet sah, genau die Plattform für Stumms publizistischen Überdruck: Er hatte vollkommen freie Hand, konnte alle seine Texte nach seinem Gusto und in voller Länge publizieren und musste weder Deadline noch Pflichtstoff beachten. Dabei war ja webjournal.ch gewissermassen das «Altersstübli» der BaZ-Redaktion, wo zu Beginn die meisten Journalisten nach der Pension eine Plattform fanden.

Eigentlich war webjournal.ch sowieso als Autoren-Plattform konzipiert - eben um Ehemaligen der BaZ eine publizistische Möglichkeit in den erst aufkommenden «neuen Medien» zu bieten. Der Administrator - also ich - hätte allein die Aufgabe gehabt, den Zugang zum Server zu kontrollieren und als Geschäftsleiter des Trägervereins die Jahresversammlung zu managen. Der Verein ist als Autorenkollektiv konstituiert, und jeder Autor hat die Freiheit, seine Texte unzensiert in einer beliebigen Länge selber aufzuschalten. Wenigstens in der Theorie…



Reinhardt Stumm am 10. Januar 2007 an der traditionellen Basler Vorfasnachts-Veranstaltung, dem Monstre-Trommelkonzert, beim Studium des kryptisch auf Baseldeutsch zu lesenden Veranstaltungs-Programms. Er war sichtlich erstaunt über die geballte Ladung an Kreativität dieser von den Einheimischen «Drummeli» genannten populären Veranstaltung. Foto © 2019: J.-P. Lienhard auf webjournal.ch (Link zum Artikel siehe ganz unten)


Denn angesichts der schon beschriebenen Hände von Reinhardt Stumm, die zudem «beide linke» waren, konnte man ein solches selbständiges Vorgehen vergessen. Ja, jeder, der im Impressum notierten pensionierten Journalisten aus der BaZ, hatte dasselbe Handycap «zweier linker Hände» beim Bedienen eines Computers oder beim Umgang mit dem Internet. Die Arbeit der Aufschaltung, zumal das Einfüllen der Texte, Legenden und Fotos in die extra «einfach» konzipierten Vorgaben auf der Administrations-Ebene des unikaten Redaktions-Programms, war von den meist universitär gebildeten Kollegen nicht zu verlangen. Schliesslich erledigten das auf der BaZ extra dafür geschulte Techniker…

Diese Arbeit blieb also an mir hängen - wider meinen Willen. Aber ich übernahm sie, um eben die Publikation freier Texte ohne Werbe-Verpflichtungen zu ermöglichen und den Lesern der BaZ auch wertvolle Texte ihrer sonst gewohnten Autoren weiterhin anbieten zu können. So wurde ich also unfreiwillig «Chef» von Reinhardt Stumm, was er sogar ohne Ironie in einem seiner Artikel erwähnte…

Es war eine sehr fruchtbare Zeit für webjournal.ch - und für Reinhardt Stumm: Natürlich waren es zumal Theater-Besprechungen, zuweilen auch Theater-Kritiken, bei denen er zwar nie seinen Biss vermissen liess. Die jedoch aber aus einer ganz anderen Perspektive geschrieben sind, als jene, als er noch aktiv Theater-Politik in der BaZ betrieb. Auf jeden Fall geht aus seinen unikaten Texten, die immer noch in nichts an Relevanz eingebüsst haben, in jeder Zeile hervor, welche Mühe, welche Arbeit er sich bei der Verfassung der Texte machte. Man muss sich das vorstellen heute: Nur zu gerne schmückte er seine Artikel und vor allem seine mitunter doch sehr launigen Reden stets mit Zitaten grosser Literaten oder Berühmtheiten. Diese Zitate fand er alle in seinen Handbüchern oder in den Gesamtausgaben. Zu den Stichworten hatte er in den Büchern Zettel hervorlugen lassen, die ihm beim Auffinden der Zitatstellen behilflich waren.

Abgesehen von seinem allgemeinen «Bildungs-Teppich», den er selbstverständlich aus seiner enormen Bibliothek alimentierte und im Gegensatz zum Feuilletonisten Hanns U. Christen (genannt mit seinem Kürzel «-sten»), der abertausende Bände in mehreren Wohnungen buchstäblich vollgestopft hatte, hatte Reinhardt Stumm stets eine peinliche Ordnung - am Arbeitstisch und in der Küche sowieso. Grosse Küche war ihm buchstäblich ein Graus, weil er in der Kriegszeit in Berlin aufgewachsen war, als die Tische nie üppig gedeckt waren. Zumal mit ziemlich Abscheulichem, das es damals allein als Überlebens-Ernährung gab. Seine Mutter jedenfalls, die ihm gleich zu Beginn der Hitlerzeit die tadellose Haltung beim Hitlergruss antrainierte, bestand darauf, dass nach dem sogenannten «Essen» ohne Verzug gleich alles in der Küche abgewaschen und aufgeräumt wurde. Kein Nachtisch, kein genussvolles Ruhenlassen.

Apropos Hitlergruss: Bei Kriegsende war er so gegen 15 Jahre alt. Die Amerikaner hatten sein Wohnquartier in Berlin vor nicht langer Zeit befreit und besetzt, als er aus dem unversehrten, aber von den Amerikanern requirierten Wohnhaus trat und «automatisch» die Ami-Offiziere, die dort auf dem Kühler eines Jeeps ihre Karten studierten, mit dem Hitlergruss begrüsste. Mir erzählte er, dass ihm dabei heiss und kalt über den Rücken lief. Aus dem von den Russen besetzten Ostteil Berlins waren schon schreckliche Schilderungen in den amerikanischen Sektor gedrungen, und der junge Reinhardt glaubte sich kurz vor der Exekution. Doch die Amerikaner blieben unberührt und sagten lediglich: «Guten Tag, Reinhard, komm mal her und zeige uns auf der Karte wo sich die XY-Strasse befindet.»

Mit dieser Anekdote offenbarte mir Stumm seine Abneigung gegen die preussische Mentalität, deren ihm mit dem Hitlergruss aufgezwungenen Kadavergehorsam das Leben hätte kosten können, wäre ihm das nur ein paar dutzend Meter weiter bei den «Ivans» passiert. Stumm wollte mir mit dieser Anekdote auch seine Abneigung gegen jede Art ideologischen Mitmarschierens und Mitmachens und gegen den preussisch-militärischen Befehlston belegen.

Nun, aber genau dieser Ton war Stumm eigen - eben eingedrillt. Und er entzweite unsere Zusammenarbeit. Zwei Mal war ich auf «seinen Gütern» zu Gast, wie er stets ironisch zu scherzen beliebte, wenn er von seinem im Burgund erworbenen Zweitwohnsitz sprach. Der bestand tatsächlich aus mehreren Gebäuden: einem typischen Burgunder Bauernhaus, einer als Gäste-Dependance umgebauten freistehenden Waschküche und einer Scheune. Das meiste hatte er eigenhändig renoviert, umgebaut oder erneuert. Und natürlich war der Garten ein wunderschöner, romantischer und kennerisch gepflegter «Blätz» mit Weiher. Das Gras musste er mit einem Mini-Traktor mähen, der ihm mal aus der verschlossenen Geräte-Remise gestohlen wurde.



Typisch Stumm: Mit höchster Konzentration hörte er sich im Museums-Garten des elsässischen Freilichtmuseums «Ecomusée d’Alsace» die Ausführungen des Botanikers zu den Samen seltener Nutzpflanzen an. Sein Interesse an Gärten war zwar praktischer, aber stets hochkontemplativer Natur. Foto © J.-P. Lienhard 2019


Bei meinem Besuch wurde nicht gekocht, sondern es gab abends nur Brot mit Schinken und/oder Salat. Dafür war die Stummsche Frühstückskultur wie aus einer literarischen Vorlage: Zwei, drei Kannen verschiedener Tees, Konfitüren aus der Region, Kakao, frisches Brot, Schinken, Trockenfleisch, Essiggurken und Oliven, natürlich mit Butter vom Nachbarshof. Während der anschliessenden Zeitungslektüre - es war «Die Zeit» -, und Radio hörte er sogar im Burgund vom «Deutschlandfunk», war absolute Ruhe angesagt.

Ich brachte ihm als Geschenk zwei elektronische Mäusevertreiber mit, die wir gemeinsam im Garten einbauten. Für das Grillieren hatte er nicht viel übrig, obwohl ich ihm schon auf der Hinreise von meinen elsässischen Grillwürsten im Gepäck erzählte. Jede Art der Schlemmerei war ihm ein Greuel - ausser dem bucolischen Frühstück… Auf jeden Fall war die Einrichtung des Grills ein kleines Drama. Aus irgend einem Grund hatte er keinen «normalen» Grill, nicht mal einen der handelsüblichen aus verzinktem Eisen. Sondern er bestand darauf, dass wir einen Grill aus sogenannten Schamott-Steinen bauten. Natürlich waren die Grillstäbe zu kurz, so dass wir zwei mal die Steine umbauen mussten…

In seinem rassigen Mercedes mit Ledersitzen, die er alle zwei Jahre ausbauen und in den neuen Mercedes wieder einbauen liess, machte er jährlich unglaublich viele Kilometer. Er pendelte im Wochenturnus zwischen Basel und dem Burgund und oft weit nach Deutschland. Einmal fuhr ich mit ihm wieder zurück nach Basel. Ich muss offen gestehen, dass ich es mehrmals auf dieser Strecke mit der Angst zu tun bekam ob der schneidigen Fahrweise Reinhardts…

Irgendwie hatte er Vertrauen in meine Erzählungen aus meiner Zeit als Lokal-Reporter der BaZ. Er hörte gut zu, wenn er in guter Laune war. So akzeptierte er, für webjournal.ch das Muttenzer Laientheater «Rattenfänger» mit der Produktion «Linie 1» zu besuchen und darüber zu schreiben. Stumm und der Regisseur waren beide gleichsam begeistert. Stumm über die wirklich bemerkenswert umgesetzte Inszenierung, weit über dem Niveau eines selbst sehr guten Laientheaters - der Regisseur, weil er sich «nie im Traum» erhofft hätte, dass «der Stumm» je Notiz von seiner Theaterarbeit nähme.



Stumm, links, an der Premiere der Rattenfänger in Muttenz, (rechts der Karikaturist und Illustrator Jürgen von Tomeï. © foto@jplienhard.ch 2019


Ja, Stumm fuhr sogar mit Partnerin und mir ins Ecomusée d’Alsace - zunächst mit grossem Vorbehalt, weil er sich darunter nichts Rechtes vorstellen konnte. Jedoch war er schliesslich buchstäblich «platt», was er zu sehen, zumal was er von den damals noch nicht politisch «enteigneten» Gründern zu hören bekam. Aus diesem Grund auferlegte er sich dann keinerlei Zurückhaltung, als er den Diebstahl an der Bevölkerung des Oberrheins, an der Zerstörung eines weit mehr als ein Freilichtmuseum wirkenden echt volkswirtschaftlichen Unternehmens durch eine intellektuell unbedarfte rechte Politik geisselte. Stumm brauchte keine Dossiers oder langatmige Vorträge, um in praktisch Sekundenschnelle zu erfassen, worum es ging und welcher gesellschaftlicher Wert durch eine populistisch-dumme Politik in Frage gestellt wurde.

Hier muss ich wirklich betonen, dass Stumm auf dem webjournal.ch enorm wertvolle Arbeit hinterlassen hat und sich selbst durch die Publikationen meist von einer ganz anderen Seite zeigte, als ihn seine Kritiker oder verletzte Betroffene für fähig halten.

Der Bruch zwischen uns kam unvermittelt und radikal. So radikal, wie er eben im Innersten seines Wesens halt dennoch war. Und leider prallten auf mich seine mir nicht ganz unähnlichen Charakterzüge, deren Typus unversöhnlich ist - bei aller Wertschätzung. Die Sache geschah aus völlig unnötiger Not, aber mit Alkohol…

Es waren die französischen Präsidentschaftswahlen von 2007, als sich Ségolène Royal in einem vom französischen Fernsehen landesweit übertragenen Streitgespräch mit Nicolas Sarkozy in die Haare gerieten: Madame Royal wurde von Monsieur Sarkozy derart provoziert, dass sie ungebremst wütend wurde.

Nach der Fernsehübertragung, die Stumm und ich gemeinsam sahen, aber jeder für sich in seiner Wohnung, hatten wir abgemacht, dass wir miteinander das Gespräch am Telefon analysierten. Wir waren in vielem gemeinsamer Meinung, aber wir hatten das oder jenes aus einer anderen Perspektive erlebt; ein angeregtes Gespräch mit einem interessanten Inhalt. Bis zu dem Moment, als ich zu Stumm auf Baseldeutsch sagte: «Hast du bemerkt wie Frau Royal “verurggt“ wurde?» Auf Baseldeutsch sagt man, wenn jemand wütend wird: «er wird veruggt». Nun hat das Baseldeutsche «veruggt» nichts mit dem Deutschen «verrückt» zu tun, das eine Geisteskrankheit bezeichnet.

Wir beide hatten bei dem wohl zweistündigen Gespräch sicher eine gute Portion französischer Alkoholika zu uns genommen. Stumm sagte: «Die Frau ist nicht “verrückt“. Lerne endlich mal, dass man - bei uns (!) - “wütend“ sagt!»

Das «bei uns» war der Tropfen zu viel, der das Fass zum Überlaufen brachte: Wenn ich etwas auf den Tod nicht ausstehen kann, dann, wenn man mir in diesem Ton übers Maul fährt. «Diesen Nazi-Ton verbitte ich mir!», war dann mein letztes Wort und Stumm blieb dann tatsächlich über Jahre stumm - wenigstens auf webjournal.ch.

Von Jürg-Peter Lienhard

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