Im Fokus der Autoren - Ottokars Cinétips

Artikel vom 26.01.2009

Ottokars Cinétips

Romantischer Kitsch

Western, Melodram, Kriegsdrama, Nationalepos - «Australia» hat von allem etwas...

Von Ottokar Schnepf



Nicole Kidman und Hugh Jackman retten die gute Seele des titelgebenden Kontinents.


Unweigerlich denkt man bei Luz Luhrmanns Film an «Lawrence of Arabia», «Giants», «Gone with the Wind» und andere Kino-Epen, die in die Filmgeschichte eingegangen sind. Vor allem aber «Out of Africa» ist naheliegend. Denn wie Meryl Streep als Entwurzelte sich auf eine Selbsterfindungsreise nach Afrika begibt, ist Nicole Kidman eine Britin, die in der Fremde erkennt, dass Wissen und Weisheit durch die Geschichten weitergegeben werden, die ein Land und seine Bewohner erzählen, in ihrem Fall die Aborigines.

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Artikel vom 23.01.2009

Ottokars Cinétips

Operation Walküre - geglückt!

Bryan Singer hat mit "Valkyrie" einen grundsoliden Thriller über Männer auf verlorenem Posten inszeniert - und macht einen deutschen Nationalhelden zum normalen Kinohelden

Von Ottokar Schnepf



Der umstrittene Stauffenberg-Film mit Tom Cruise ist nicht das Desaster, das alle erwartet haben.


Graf von Stauffenberg ist der «Star» unter den Hitler-Attentätern. Denn es gab weit mehr Männer, die den Barbaren töten wollten - und dafür fast immer mit dem eigenen Leben bezahlten. Und weil keiner im deutschen Offiziersmilieu als Selbstmordattentäter zur Verfügung stand - leider kannte man diese Kampftaktik noch gar nicht -, scheiterten sie alle. Und Hitler überlebt., auch den von Stauffenberg und seinen im nahe stehenden Offiziere ausgefeilten Anschlag vom 20. Juli.

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Artikel vom 17.12.2008

Ottokars Cinétips

Eine Familie in der Krise

«Tokyo Sonata» zeichnet eindrucksvoll das Porträt des unaufhaltsamen Untergangs einer japanischen Familie

Von Ottokar Schnepf



Getrübte Stimmung am Mittagstisch der Familie Sakasi.


Einmal mehr kommen wir dank «trigon-film» in den Genuss eines japanischen Kinofilms. «Ich arbeite immer nur für die grosse Leinwand, für ein Publikum, das etwa zwei Stunden im Dunkeln auf einem Fleck sitzt. Dort muss der Film funktionieren» - diese Aussage von Kiyoshi Kurosawa könnte auch von Altmeister Akira Kurosawa stammen, mit dem er zwar nicht verwandt ist, doch messen kann er sich mit ihm alleweil.

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Artikel vom 17.12.2008

Ottokars Cinétips

Nichts als Frauen

Von der klassischen High-Society-Komödie von 1939 zur harmlosen Kino-Schmonzette von 2008

Von Ottokar Schnepf



Die «Women» von heute: lediglich geliftete Abziehbilder gegen....


Neuverfilmungen am laufenden Band kommen aus Hollywood. Nur selten gelingt es diesen, das Original zu erreichen, wie «The Women» einmal mehr treffend beweist.

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Artikel vom 30.11.2008

Ottokars Cinétips

Träume und Erinnerungen

Der reale Irrsinn, der mit nichts zu beschreiben ist, ausser mit einem irrsinnigen Animationsfilm

Von Ottokar Schnepf



In «Waltz with Bashir» rekonstruiert Folman die private Geschichte seiner späteren Auseinandersetzung als wild blühenden, sehr erwachsenen Animationsfilm. Ein bildgewaltiger, durch Träume und Erinnerungen wandernder Essay über den Irrsinn des Krieges und die Kraft der Verdrängung.


Ari Folman war 19, als er sich im September 1982 mit seinen israelischen Armeekameraden im Sicherungsring rund um das Palästinenserlager von Sabra und Schatila in Beirut wieder fand, wo libanesische Milizen ein Massaker an Zivilisten verübten.

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Artikel vom 15.11.2008

Ottokars Cinétips

Missachtet und vergessen: die Filmkunst

Wenn technische Effekte auf ein Minimum beschränkt bleiben, entstehen Filmkunstwerke. Das beweisen ein Film aus Russland und einer aus der Türkei (siehe Basler Kino-Programm)

Von Ottokar Schnepf



Konstantin Lavronenko (in Cannes für seine Darstellung mit der Goldenen Palme ausgezeichnet) als Alex, und Marie Bonnevie als Vera.


Kein Tag vergeht ohne eine Meldung über den neuen Bond-Film «Quantum of Solace» in den Medien. In den Zeitungen ist zu lesen, dass seit der Premiere noch nie ein Bond-Streifen so viele Besucher in die Schweizer Kinos lockte. Oder dass die weiblichen Zuschauer von Bond weniger begeistert seien als die männlichen -und anderen Nonsens mehr.

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Artikel vom 06.11.2008

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Weder gerührt noch geschüttelt

Der Abschied von Gestern ist jetzt wohl endgültig. Schon mit «Casino Royal» wurden im James-Bond-Franchise vor zwei Jahren die alten Rituale und viele Eigenarten der Serie getilgt. Schade!

Von Ottokar Schnepf



Bild ohne Worte, aber vielsagendes Bild: 007


Bond-Filme sind Markenzeichen, sie sind eine Gattung für sich. Mehr als andere haben sie den Charakter einer Ware. Man konsumiert Bond wie Scotch Whisky, das Markenzeichen garantiert die Qualität; denn obwohl man sich einig ist, dass «Quantum of Solace» der schwächste (und kürzeste) Film der Serie ist, einen richtig guten hat es sowieso nie gegeben, füllt er die Kassen. Leute, die das ganze Jahr über keinen Fuss ins Kino setzen, den neuen Bond müssen sie jeweils gesehen haben. Warum eigentlich?

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Artikel vom 29.10.2008

Ottokars Cinétips

Intelligenz ist relativ…

Nach dem Triumph des Dramas «No Country for Old Men» warten die unermüdlichen Coen-Brothers jetzt mit einer exzentrischen Komödie auf

Von Ottokar Schnepf



Zwei Top-Stars machen auf Blöd: George Clooney und Brad Pitt.


Ist Washington die Hauptstadt der Schwachköpfe und Intriganten, trifft das nicht nur auf den Präsidenten Bush zu, sondern auf alle anderen auch? In Ethan und Joel Coens schwarzer Komödie «Burn After Reading» möchte man es fast glauben. Jedenfalls war soviel Dummheit bis jetzt selten auf der Leinwand zu sehen.

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Artikel vom 23.10.2008

Ottokars Cinétips

Sieh' Neapel und stirb…

«Gomorrha», nach dem Aufsehen erregenden Realreport über die neapolitianische Mafia von Roberto Saviano ab Donnerstag, 23. Oktober 2008 im Kino «Eldorado» in Basel

Von Ottokar Schnepf



Der authentischste und unsentimenalste Mafiafilm aller Zeiten kippt uns das Übel vor die Augen wie die Mafia den Giftmüll in die Landschaft.


Die Mafia hat Filmgeschichte geschrieben. Über 100 Filme über dieses organisierte Verbrechen sind bis jetzt entstanden. Zwei Regisseure haben sich dabei ganz besonders hervorgetan: der Amerikaner mit sizilianischen Wurzeln Martin Scorcese und der Italiener Francesco Rosi. Jetzt kommt eine ganz neue Art Mafia-Film in die Kinos: Matteo Carrones «Gomorrha».

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Artikel vom 23.10.2008

Ottokars Cinétips

Filme als Verrat an der Literatur?

Zwei Beispiele von Literaturverfilmung gibt es zurzeit im Kino zu begutachten: Philip Roth's «Das sterbende Tier» und José Saramago's (Nobelpreisträger der Literatur von 1998) «Die Stadt der Blinden»

Von Ottokar Schnepf



«Die siebte Kunst»: André Bazin, der geistige Vater der «Nouvelle Vague» über Literaturverfilmung.


Das Stichwort «Literaturverfilmung» ist nach wie vor geeignet, skeptische Reaktionen hervorzurufen. Filmwissenschafter rümpfen die Nasen, weil ihr Interesse dem Film als eigenständige Kunstart gilt; Literatur-Päpste deuten darauf hin, dass bereits schon die Bezeichnung Ver-Filmung der Bezeichnung Verfälschung nahestehe und begründen, ein literarisches Werk könne in seiner filmischen Version eben nur verfälscht oder verstümmelt erscheinen.

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