Elsass - Wirtschaft

Artikel vom 01.10.2010

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Arbeitslosigkeit im Elsass steigt markant

Zehn Prozent mehr Arbeitslose im August 2010 als im Jahr zuvor in beiden Departementen; 10,8 Prozent Arbeitslose ist der Höchstand in Mülhausen

Von Pierre Dolivet



In Mülhausen haben am Donnerstag, 23. September 2010, Tausende gegen die Erhöhung des Rentenalters demonstriert. Sie befürchten, dass damit erst recht der Arbeitslosigkeit Vorschub geleistet werden könnte. Foto Pierre Dolivet, Mulhouse © 2010


Zwar soll auch im Elsass die Rezession als Folge der Finanzkrise am Abklingen sein, doch noch nie verzeichneten die Arbeitsämter beider Elsässer Departement so viel Arbeitslose im Monat August 2010: Mit 77 471 arbeitslos gemeldeten Personen bedeutet dies einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat von ziemlich genau zehn Prozent. Zudem: Die regionalen Unterschiede sind frappant und stechen besonders in den industriellen Agglomerationen von Mülhausen und Strassburg ins Auge, wo die Quote 10,9 respektive 9,3 Prozent beträgt und einer Zunahmen von 10,6 respektive 9,2 Prozent entspricht.

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Artikel vom 09.09.2009

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Bio-Messe in Hegenheim

Prominente Aussteller und noch prominentere Referenten am Sonntag, 13. September 2009, in der Salle des Fêtes

Von Jürg-Peter Lienhard



Titelbild der Homepage der ersten Bio-Messe in Hegenheim. Luftaufnahme per Fesselballon von J.-J. Diemer, St-Louis © 2009


Gewissermassen aus heiterem Himmel hat eine private Initiative in unserer elsässischen Nachbarschaft eine Bio-Messe ins Leben gerufen, die interessante Entdeckungen verspricht. Weil sie zum ersten Mal durchgeführt wird, findet sie nur an einem Tag, am Sonntag, 13. September 2009, von 9 bis 19 Uhr, statt, dafür hat sie Zugpferde wie den Gründer des Ecomusée d'Alsace, Marc Grodwohl, den Kompost-Papst von Basel, Hans Ballmer, sowie Peter Berg, den bio-dynamischen Gemüser aus Binzen einspannen können - insgesamt aber 50 Aussteller und Referenten aus dem ganzen Dreiländereck. Eine internationale Bio-Regiomesse.

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Artikel vom 30.08.2009

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Mit langer Fotostrecke am Schluss

Die erste Agrogast ist gut gestartet

Letztes Jahr hiess die Gastronomiemesse in Hagenthal-le-Haut noch «Degustha», aber weil ihr Gründer mit dem Dorf in Streit geriet, musste der Name geändert werden

Von Jürg-Peter Lienhard



Das Wetter spielte mit - das ist schon mal ein gutes Zeichen auch für die Zukunft… Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2009


Die «Agrogast», die Nachfolgerin der «Degustha» von Hagenthal, hat einen erfolgreichen Start gemeistert. Dank der riesigen Scheunen und Hallen auf dem «Lindenhof» von Hagenthal-le-Haut sowie einer klug angeordneten Zeltstadt ist die Gastronomiemesse 2009 übersichtlicher und erst noch charmanter, dafür um einiges kleiner als letztes Jahr. Das Publikum muss nicht mehr einen Marathon-Parcours absolvieren, aber auch die Aussteller haben eher Aussicht, dass die Verteilung des Konsumenten-«Kuchens» ihre Auslagen genügend zu decken vermag.

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Artikel vom 13.11.2008

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Antony lüftet sein Geheimnis!

Warum reifen beim liebenswürdig-charmanten Sundgauer Käsemeister die besten Käse Frankreichs, ja gar der Welt? Er verriet es bei der Entgegennahme des «Ordre du Mérite» in Paris

Von Jürg-Peter Lienhard



Landwirtschaftsminister Michel Barnier heftet in Paris Bernard Antony den Verdienstorden an die Brust - im Hintergrund schaut sein Sohn, Jean-François Antony, zu. Foto: Ministère Français de l'Agriculture, Paris © 2008


Es gibt Fans von Bernard Antony, die lassen seinen gereiften Käse mit dem Helikopter nach Paris holen. Die Scheichs im Orient schicken gar ihre Kuriere, und am englischen Königshaus haben sie in Alt-Pfirt schon lange ein «Abonnement» gelöst… Erst jetzt hat das Landwirtschaftsministerium in Paris aufgemerkt, welch heimlicher «König» im weit entfernten Elsass zuhause den Ruf seines Vaterlandes in die weite Welt getragen hat: Der «Sundgauer Käskönig» Bernard Antony von Vieux-Ferrette ist mit dem hochkarätigen «Ordre du Mérite» in den Ritterstand der verdienstvollen Franzosen erhoben worden.

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Artikel vom 05.05.2008

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Alle Fotos: Pierre Dolivet, Mulhouse © 2008

208 Entlassungen bei DMC

Das Traditionshaus und «letzter Mohikaner» der gloriosen Mülhauser Textilindustrie, muss 208 Mitarbeiter von noch über 1000 in Mulhouse und Paris kündigen

Von Redaktion



«Manchester des Festlandes» und «Stadt der 120 Kamine» nannte man einstmals Mülhausen: Jedes Kamin stand für eine Textil-Fabrik. Bald ist die grösste Textil-Fabrik, die DMC, gegründet und 1820 in atemraubendem Tempo mit den roten Falzziegeln der Tessiner Brüder Gilardoni gebaut, nur noch Industrie-Brache…


DMC Dollfuss, Mieg & Cie - so heisst die grösste, noch überlebende Textil-Fabrik aus dem «Manchester des Festlandes» Mülhausen, das einstmals 120 Textil-Unternehmen beherbergte. Hier wurden Produkte hergestellt, die von europäischen Königshäusern bestellt worden waren und in der ganzen Welt wegen ihrer Qualität und Schönheit geschätzt wurden. Jetzt entlässt DMC erneut 208 Mitarbeiter, wie die Gewerkschaft CFTC am Mittwoch, 30. April 2008, mitteilte. Der Schweizer Ableger der DMC (Schweiz) ist in der Schweiz schon lange in Liquidation.

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Artikel vom 02.03.2008

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Gastronomie-Tempel buchstabiert zurück

Das Traditionshaus Jenny in Hagenthal-le-Bas hat am Samstag, 1. März 2008, mit der Haute-Gastronomie aufgehört und will künftig wieder Ausflugsbeiz werden

Von Jürg-Peter Lienhard



Mit dem Velo von Hegenheim aus gehts zum «Jenny» gemeinerweise dreiviertel Stunden steil bergauf, aber wieder zurück bergab nur 5 Minuten! Immerhin kann man von Allschwil mit dem Bus bis Schönenbuch fahren und von dort kaum fünf Minuten zu Fuss hinspazieren…


Das Restaurant-Hotel Jenny in Hagenthal-le-Bas war in der Vergangenheit die Elsässer Beiz in Basels Spaziergang- und Velonähe. Mit ihrer Beliebtheit wuchs auch das Haus von der währschaften Tafel zur Edelbeiz mit Hotel und Tagungsräumen. Der Teuro wirkte in den letzten Jahren als Bremse, weshalb sich die Besitzerin Monique Koehl entschlossen hat, das Steuer herumzureissen und wieder dort zu beginnen, wo ihr Vater François, der Luis de Funès bis aufs (fehlende) Haar glich, vor fünzig Jahren angefangen hatte: Seit Samstag, 1. März 2008, ist Schluss mit der Edelgastronomie - von nun an kann man sich zu bescheideneren Preisen an den wiederentdeckten Stammtisch setzen.

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Artikel vom 25.01.2008

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Mit Fotos von Pierre Dolivet, Mulhouse

200 Entlassungen bei DMC

Bald ist der «Faden» ganz abgewickelt in der einstmals gloriosen Textilstadt Mülhausen, dem «Manchester des Festlandes»

Von Jürg-Peter Lienhard



Das «rote DMC-Quartier»: Backsteinbauweise von genialer architektonischer Weitsicht. Ob die heutigen Mülhauser Stadtväter dieselbe Weitsicht, wie die Gründer-Väter haben, sei dahingestellt! Die Baukörper könnten zu genialen Wohn- und Arbeitsstätten umgebaut werden, wie z.B. in Zürich-West, mit Lofts, Ateliers und Kulturräumen…


Man hat es erwartet und sehen gekommen: Die stolzeste und die älteste Textilmanufaktur Mülhausens, die Dollfus, Mieg & Cie (DMC) entlässt erneut 200 der noch verbleibenden etwas über 1000 Mitarbeiter. Der anhaltend starke Euro gegenüber dem US-Dollar und der asiatische Billigimport, der in Europa allein in den letzten zwei Jahren um über 65 Prozent zugenommen habe, sei schuld an diesem neuerlichen Aderlass der an sich schon blutleeren Branche, begründete die Direktion die Kündigungen.

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Artikel vom 24.01.2008

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Grossdemo gegen Sarkozy in Mulhouse

Mehr als 1000 Gewerkschafter demonstrierten

Von Pierre Dolivet



Fotos: Pierre Dolivet, Mulhouse © 2008


Rund 22'000 Arbeitspläze sollen in Frankreich aufgrund der vom Team Sarkozy geplanten Strukturreformen in der öffentlichen Verwaltung und bei den staatlichen Betrieben eingespart werden.

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Artikel vom 28.11.2007

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Elässer Superjahrgang 2007

Die Geduld hat sich für diejenigen Winzer gelohnt, die bis zuletzt warteten…

Von Redaktion



Fotos: Civa, Colmar


Jetzt, am Ende der Weinlese, und wo die ersten Weinbereitungen im Elsass bereits abgeschlossen sind, sind die Fachleute des Weinbaus mit der Qualität des Jahrgangs 2007 mehr als zufrieden, wie der «Conseil Interprofessionel des Vins d‘Alsace» feststellt.

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Artikel vom 01.10.2007

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Gelungener Versuch

«Texti‘Val» nannte sich der 1. Markt für Naturtextilien im Park von Wesserling vom 28. bis 30. September 2007 und rüstet bereits zur nächsten Auflage im kommenden Jahr

Von Jürg-Peter Lienhard



Die jungen Modemacherinnen experimentieren schon einige Zeit mit Naturfasern, die nun mehr und mehr zum Trend werden. Ebenso trendig die Präsentation durch Frauen, die dem tatsächlichen Durchschnitt der allgemeinen Weiblichkeit entsprechen - also nicht dargestellt von abnormen «Models». Alle Fotos J.-P. Lienhard, Basel © 2007


Der Start ist vielversprechend und wieder mal so einer der Überraschungserfolge, an die man sich beim ideenreichen Direktor des Textilparkes von Husseren-Wesserling gewöhnen muss: Eric Jacob hat auf Naturfasern gesetzt - ein avantgardistischer Trend in der modernen Textilwelt. Seide, Mohair, Angora, reine Leinen, Flachs, Hanf, Filz oder «Peau-retournée»-Lederpelze - diese Naturfasern kommen wieder in der Mode.

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