Elsass - Kultur

Artikel vom 21.11.2016

Vorbilder

Eingeweiht: Marc-Grodwohl-Strasse in Ungersheim

Der Gründer des Ecomusée d’Alsace wird zu Lebzeiten geehrt

Von Jürg-Peter Lienhard



Ein gewöhnliches Strassenschild - aber weder der Name noch die Geschichte dahinter sind gewöhnlich… © foto@jplienhard.ch 2016


Der unter skandalösen politischen Umständen buchstäblich seines Lebenswerkes Ecomusée d’Alsace enteignete Gründer und Pionier einer weit über das Freilichtmuseum hinausgreifenden kulturellen Bewegung, ist am Samstag bereits zum zweiten Mal in Ungersheim geehrt worden: Ihm und zwei ebenfalls kämpferischen Frauen sind drei Strassen nach deren Namen benannt. Für mehr hier klicken: Mehr...

Artikel vom 11.12.2015

Museographie

Mit ausführlicher Dokumentation zum downloaden

Das neue Museum Unterlinden ist ein Knüller

Die internationale Öffentlichkeit darf in Colmar das umgebaute weltberühmte Haus noch vor dem französischen Staatspräsidenten besichtigen

Von Jürg-Peter Lienhard



Eine von Mathias Grunewalds Tafeln des Issenheimer Altars mit der Kreuzigung Christi. foto@jplienhard.ch © 2015


Der Issenheimer Altar, das bedeutendste Werk der sakralen abendländischen Kultur der Renaissance, das häufig auch in der modernen Kunst zitiert wird, hat mit einem Umbau und einem Neubau des Basler Architekturbüros Herzog + De Meuron eine hochinteressante Aufwertung erfahren: Das weltbekannte Unterlinden-Museum in Colmar wird nach fast dreijähriger Um- und Neubauphase am Samstag, 12. Dezember 2015, der Öffentlichkeit zugänglich sein, wenngleich noch mit ein paar wenigen Einschränkungen als Folge baulicher Kosmetik. Der Umbau ermöglicht die Präsentation vieler wegen Platzmangels nicht gezeigter Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Gegenwart.



Blick über die Sinn zu den Neu- und Umbauten von Herzog + De Meuron: Im Hintergrund der Neubau, davor das umgebaute Badhaus und im Vordergrund eine architektonische Spielerei, die die Funktion eines «Schaufensters» auf die geplanten Wechselausstellungen hat. foto@jplienhard.ch © 2015

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Artikel vom 18.08.2015

Geschichte

Mit Broschüre zur Kapitulation zum herunterladen

Vor 200 Jahren hat die Festung Hüningen aufgegeben

Je nach eingenommener Perspektive ist es eine «bedingungslose Kapitulation» oder nur der «Auszug der Garnison» - der unterschiedliche Sprachgebrauch deckt auf…

Von Jürg-Peter Lienhard



Der Schlachtenmaler Jean-Baptiste Détaille nahm es mit den Details nicht sehr genau. Die monumentale Kulisse mit der Zugbrücke des dramatisch dargestellten Handschlags zwischen Sieger und Besiegtem nach der Kapitulation ist reine Fantasie. © foto@jplienhard.ch 2015


Am 28. August 2015 ist es 200 Jahre her, dass der Kommandant der Vauban-Festung Hüningen mit seinem nach tagelangem Beschuss durch die alliierten preussisch-österreichischen Truppen total zermürbten Haufen aufgeben musste. Im Andenken daran gibt die Stadt Hüningen am 29. August eine Sonder-Briefmarke heraus, zeigt in der Garnisonskirche eine Ausstellung und eröffnet hinter dem Festungs-Museum einen nach Art des königlichen Landschaftsarchitekten von Versailles, André Le Nostre, gestalteten symmetrischen Lustgarten. Lesen Sie auch die Geschichte der letzten Tage der Festung Hüningen, die Sie mit untenstehendem Link im Format PDF herunterladen können.
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Artikel vom 03.11.2014

Freiwilligenarbeit

Nach Defekt: reparierte Aufschaltung vom 13.09.2014

Wie die Juden in der Region hin und her flüchten mussten

Das Judenhaus von Durmenach ist von Freiwilligen zu einem Dorfmuseum umgebaut worden und belegt den Ursprung der Basler Juden nach dem «Judenrumpel» von 1848

Von Jürg-Peter Lienhard



Ein richtiges Kleinod ist es geworden, das von freiwilligen Dorfbewohnern restaurierte Judenhaus mitten im Herzen Durmenachs. foto@jplienhard.ch © 2014


Aus Anlass der Einweihung des «Maison du Patrimoine de Durmenach» geheissenen Dorfmuseums am 14. September 2014 (10-30 Uhr) hat der örtliche Geschichtsverein eine Eröffnungs-Ausstellung eingerichtet, die sich der höchst bewegten Periode seiner Geschichte widmet: Dem Zusammenleben von drei Ethnien, bestehend aus einer überwiegenden jüdischen Bevölkerung und den Minderheiten von Katholiken und Zigeunern während des 19. Jahrhunderts.
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Artikel vom 06.06.2014

Ecomusée d'Alsace

30. Jahrestag der Eröffnung

Ecomusée d’Alsace: zwiespältige Jubiläumsfeier

Wie die rechtspopulistische elsässische Politik einen Skandal verschweigt…

Von Jürg-Peter Lienhard



Foto vom Gründer des Ecomusée d'Alsace, Marc Grodwohl, aufgenommen 2011 im Büro von J.-P. Lienhard und vor dessen Elsass-Bibliothek. © foto@jplienhard.ch


So tun als ob - als ob alles im Sinne des Gründers Marc Grodwohl nach dessen erzwungenem Abschied weitergegangen ist und weitergeht. Kein Wort davon, dass man sein Verdienst und dasjenige seiner hochmotivierten Gründer-Equipe verleugnet und stattdessen der Bevölkerung am Oberrhein aus rechtspopulistischer Ranküne ein grossartiges Werk gestohlen hat… Für mehr hier klicken: Mehr...

Artikel vom 05.08.2013

Elsass - Kultur

Schweizerisch-elsässisches Film-Open-air in Durmenach

Am 10. August 2013: «D'r Herr Maire» von 1939 von Félix Beaujon in elässischer Sprache und französischen Untertiteln auf dem Dorfplatz

Von Redaktion



DURMENACH. jpl.- Ein besonderer filmischer Leckerbissen - «en plein air» - bietet das Sundgauer Dörflein Durmenach am kommenden Samstag, 10. August 2013: «D’r Herr Maire», des franco-schweizerischen Produzenten Félix Beaujon wird in der Fassung von 1939 in elsässischer Sprache und teilweise mit französischen Untertiteln aufgeführt.

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Artikel vom 18.09.2011

Elsass - Kultur

Mit Fotostrecke am Schluss

Tabu-Thema Tod in St-Louis

Neues von der Kulturfront der elsässischen Nachbarstadt: drei bemerkenswerte Ausstellungen im Musée Fernet-Branca und in der Mairie

Von Jürg-Peter Lienhard



Kommt Holbeins «Leichnam Christi» ziemlich nahe: mehrfach belichtete Fotoarbeit von Sophie Zénon mit Aufnahmen aus den Katakomben von Palermo zurzeit im Musée Fernet-Branca in St-Louis. Foto J.-P. Lienhard, Basel © 2011


Das darf man ohne Übertreibung sagen: St-Louis hat das Zeug, dem Kulturangebot von Basel mit Gleichwertigem zu begegnen. Zunächst gelingt es dem «Espace de l’art contemporain Fernet-Branca» mit Gegenwartskünstlern auf höchstem Niveau für Aufmerksamkeit weit über die Grenzen zu sorgen. Zurzeit mit einer hervorragend gemachten Skulpturausstellung und Photographien, die das Tabu-Thema Tod zum Gegenstand haben. Und schliesslich im Forum der Mairie sind Schwarzweiss-Werke des unterelsässischen Fotokünstlers Frantisek Zvardon mit Motiven aus Äthiopien sowie grossformatige mit elsässischen Trachten zu sehen, die er für das gemeinsam mit Marc Grodwohl gestaltete Fotobuch «Les Alsaciens» verwendet hatte.



«Ethiopie», Thema der Fotoausstellung von Frantisek Zvardon (links) mit alt Maire Jean Überschlag im Forum der Mairie von St-Louis. Foto J.-P. Lienhard, Basel © 2011

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Artikel vom 28.10.2010

Elsass - Kultur

Veranstaltungshinweis

Auf zum Oktoberfest in Leymen!

Am Sonntag, 31. Oktober 2010, ab 11.30 Uhr in der Mehrzweckhalle mit Choucroute à l’Alsacienne und Côtellettes vom Grill sowie mit rassiger Unterhaltung aus dem Dreiland

Von Jürg-Peter Lienhard



Die «Sundgau Kapallà» bietet am Oktoberfest in Leymen die Apero-Musik vor dem Choucroute à l'Alsacienne. Die 15 Musikanten und die Musikantin sind oft auch jenseits der Grenzen im Schwarzbubenland und im Kandenrtal auf Konzerttournee. Foto zVg


Das Elsass ist die einzige Nation unter den Nationen mit einer Tafelkultur, das mehr als eine Nationalspeise kennt! Das gibts sowieso nicht in der Schweiz, wo die Nationalspeisen Röschti und Fondue heissen. Doch Röschti ist allein die Nationalspeise der Deutschschweizer, respektive der Inner-Deutschschweizer, und Fondue ist jene der Romands und wurde erst noch in Savoyen erfunden! Also gibts in der Schweiz nur eine Nationalspeise pro Landesteil (die Tessiner haben immerhin nebst Risotto Polenta con Coniglio…). Doch wir Basler, wir haben das Glück, neben dem Elsass zu wohnen, wo es eben mehrere Nationalspeisen gibt, zum Beispiel…

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Artikel vom 16.09.2010

Elsass - Allgemeines

Industriearchäologischer Rundgang in Mülhausen

Basels französische Nachbarstadt lädt am Wochenende des 18./19. September 2010 aus Anlass des europäischen Tages des Kulturerbes zu Entdeckungen und Führungen

Von Jürg-Peter Lienhard



Die historische Foto ist beeindruckend durch die rauchende «Skyline» von Mulhouse und den vielen Fabriken, die fast allesamt verschwunden sind. Foto zVg ccpm


In Mülhausen besteht die Möglichkeit an den Tramstationen ein Velo zu mieten, aber man kann auch zu Fuss die Orte besichtigen, die aus Anlass des europäischen Tages des Kulturerbes durchgeführt werden: Zum Beispiel die geführte Besichtigung der ehemals weltgrössten Textilfabrik Dollfus, Mieg & Cie, deren mächtige Gebäude aus rotem Backstein 1820, also nur sechs Jahre nach dem Wiener Kongress und den napoleonischen Kriegen errichtet worden waren - eine eigentliche Stadt in der Stadt.

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Artikel vom 02.09.2009

Elsass - Kultur

Nachruf

Profasser Flascheputzer hat die Feder abgelegt

Ein «letzter Mohikaner» des elsässischen Theaters ist tot: Freddy Willenbucher, Autor und Kolumnist im Melhüser Idiom sowie grandioser Herren-Owe-Texter, starb 87-jährig und hinterlässt eine kaum mehr auffüllbare Lücke

Von Jürg-Peter Lienhard



Freddy Willenbucher vor seinem Porträt, das der grossartige elsässische Karikaturist Jean-François Mattauer von ihm angefertigt hat. Wer den «Willebuecher» kannte, attestiert dem Karikaturisten, dass Freddy auf dem Gemälde dem «realen» fast noch näher kommt, als er hier «fleischlich» auf der Foto leicht entstellt durch das Grinsen ausschaut… Foto abgekupfert vom clakmagazine, clakzundgo.com, freundliche Erlaubnis als selbstverständlich angenommen…


Seine Kolumnen in der süd-elsässischen Tageszeitung l’Alsace hiess «Profasser Flascheputzer» - ein sinniger Name für eine Elsässer «Witzknubba», denn nur zu oft kommt der elsässische Witz buchstäblich aus der Flasche… Doch war für Freddy Willenbucher die Realität wie so oft anders, als es das Vorurteil haben möchte: Seine mehr als 1500 Kolumnen enthielten oft sehr nüchterne Beobachtungen der elsässischen Wirklichkeit, weshalb sie der Autor mitunter gar nicht humorvoll niederschreiben konnte.

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