Im Fokus der Autoren - J.-P. Lienhards Lupe

Artikel vom 10.07.2006

J.-P. Lienhards Lupe

Glosse

Verglemmi la France!

Trop Bête - Soïdumm: Sic transit gloria galliae…

Von Jürg-Peter Lienhard



Das soll Sport sein, das soll ein Sportler sein? Die große Karriere von Zinedine Zidane ging unwürdig zu Ende - mit einem Kopfstoss, mit voller Absicht und Wucht gegen den Plexus solaris des Italieners Marco Materazzi. Rote Karte. Ende einer Karriere - «Trop Bête!» - «soïdumm», saudumm, wie der Strassburger Sänger Cookie Dingler jetzt singt!



So vergeht ein Traum, so verging ein Traum: sang- und klanglos! Wer lärmte, am Sonntag, 9. Juli 2006, waren eine Handvoll Italiener; sie standen verloren und ohne Sukkurs mitten auf der zu jeder Tages- und Nachtzeit gefürchteten Kreuzung Avenue du Gal de Gaulle und av de Bâle in Saint-Louis, Haut-Rhin. Die cleveren Flics hatten zuvor aber nach allen Himmelsrichtungen Vauban-Absperrgitter aufgestellt; nur wer schon drin war im Carré, wurde durch- oder rausgelassen…

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Artikel vom 03.05.2006

J.-P. Lienhards Lupe

Glosse

Die Katzenfrau

Meine Begegnung mit der Highsmith: «Die Alte mit dem katzbuckelnden Viech auf der Schulter»…

Von Jürg-Peter Lienhard



Die Krimischriftstellerin mit Katze; «Täter/Opfer» mit Katze: Katzenliebhaber haben eine Affinität für Kommunikation ohne Worte…



Die Basler Buchhandlung Jäggi, die nun von der deutschen Thalia übernommen und jetzt ebenso heisst, hatte in den achtziger Jahren unter dem alten Herrn Jäggi immer wieder gerne Lesungen mit ganz speziellen Autoren gemacht. Um diese der Presse vorzustellen, lud er die Basler Journalisten jeweils zu einer Pressekonferenz ein. An so einer begegnete ich Patricia Highsmith, wo sie mit mir auf eine merkwürdige Art wortlos kommunizierte.

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Artikel vom 20.03.2006

J.-P. Lienhards Lupe

Aktualisiert mit Leserreaktion

Napoleon, die Schlumpfs und Boulez im Pyjama

Reminiszenzen und Anekdoten am Rande der Wiedereröffnung der traditionsreichen Basler Nobelherberge (mit Fotoreportage aus dem umgebauten Hotel am Schluss)

Von Jürg-Peter Lienhard



Die beiden berüchtigsten Gäste des alten Hotels «Drei Könige»: Die Wirtschaftskriminellen Hans (links) und Fritz (rechts), erwischt beim Verlassen des Hotels. Exklusiv-Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2006



Wenn das alte Hotel «Drei Könige am Rhein» am Montag, 20. März 2006, nach 20 Monaten Radikal-Umbau als neues Hotel «Les Trois Rois» gerade rechtzeitig zur Uhren- und Schmuckmesse «Basel World» wiedereröffnet wird, ist es als ein wirtschaftliches Ereignis und als ein gelungener Umbau eines historisch bedeutenden Baus in den Medien abgehandelt worden. Bevor es dann aber in den Glanz eines der ersten Häuser der Schweiz eintaucht, erlaube ich mir einige Reminiszenzen und Anekdoten aus der Mottenkiste hervorzukramen.

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Artikel vom 14.02.2006

J.-P. Lienhards Lupe

Aktulalisiert mit Leserbrief

Wo sind wir eigentlich?

«Karikaturenstreit» mal andersrum…

Von Jürg-Peter Lienhard



Muselmanische Zensur - frei nach einem Gedicht von H.H.



Schweizerische Meinungsäusserungsfreiheit:

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Artikel vom 06.02.2006

J.-P. Lienhards Lupe

Fasnacht im Wandel

Eine Volkskundlerin, ein Berufsbasler, Geschäft Fasnacht, «Baseldytsch» und «Baseldütsch», und was alles im Fluss und dr Bach abgoht…

Von Jürg-Peter Lienhard



So sieht der originale Waggis aus, der kein «Gmiesbuur» und schon gar kein Bauer ist, sondern ein Randständiger, mit dem sich kein Elsässer gerne vergleichen lässt - aber das ist eine andere Geschichte…



Zwei stadtbekannte Persönlichkeiten werden am Sonntag, 12. Februar 2006, um 10 und um 22 Uhr auf Radio DRS I über die Basler Fasnacht und übers Schnitzelbänggle miteinandner in der Sendung «Persönlich» reden: Die emeritierte Volkskundlerin Christine Burckhardt-Seebass und «Dr Schorsch vom Haafebeggi 2», alias Heini Klauser. Fragen und Antworten, die wohl so nicht vorkommen, hier auf webjournal.ch.

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Artikel vom 09.01.2006

J.-P. Lienhards Lupe

Compressed literature

«20 Minuten» auch bei der alten Tante «NZZ»? Zehn Bücher der Weltliteratur auf je zehn A5-Seiten eindampfen und mitmischeln um die Gunst der Kids, die eh keine Zeitung abonnieren…?

Von Jürg-Peter Lienhard



Zehn mal Weltliteratur, eingedampft auf 20-Minuten intellektuelle Maximalbelastung: «NZZ am Sonntag» machts möglich…



«getAbstract, compressed knowledge» - was immer das auf Deutsch heissen mag… Vielleicht: «Weltliteratur, Klassiker kompakt»? So jedenfalls wirbt die «NZZ-am-Sonntag», die Sonntagsausgabe der bestgelittensten Deutschschweizer Tageszeitung «Neue Zürcher Zeitung», mit einer Beilage im Format A5, 16 chlorbleiche Seiten inklusive Titel und Inserate in eigener Sache: «Konzentration auf das Wesentliche». Neun weitere solcher Heftli sollen das Sonntagsgeschäft ankurbeln - zum «Vorzugspreis von 20 Franken (statt 35)», wenn man eine Bestellkarte ausfüllt und abschickt (Porto gratis).

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Artikel vom 17.12.2005

J.-P. Lienhards Lupe

Ein Mann kämpft um sein Werk und für seine Leute

Marc Grodwohl, der Gründer des Ecomusée d‘Alsace, ist nicht nur Pionier, Visionär und Realisator - er ist auch ein Unternehmer

Von Jürg-Peter Lienhard



Marc Grodwohl kämpft persönlich für seine 150 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Narrenkostüm… Bilder seiner Zornes-Rede am Schluss. Fotos: J.-P. Lienhard, Basel @ 2005



Seit ich Marc Grodwohl kenne, das sind nun über 25 Jahre, habe ich ihn noch nie so gesehen, wie am Freitag, 16. Dezember 2005, in Colmar vor dem Palais des oberelsässischen Generalrates. Stets wirkte er schüchtern, verschlossen gar, und Auftritte in der Öffentlichkeit waren ihm ein Greuel. Doch wie er nun in seinem «Hanswurst»-Kostüm in das Mikrofon bellte und dynamitgeladen gestikulierte, das war ein Alarmzeichen - jetzt geht es nicht dem Hans, sondern dem Ecomusée d‘Alsace um die Wurst.

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Artikel vom 15.12.2005

Motz

Begriffssalat à discrétion

Was ist ein Direktor, was ein Vorsteher, und warum ist nun bald ein jeder Minister?

Von Jürg-Peter Lienhard



Wollt ihr einen Ministerpräsidenten? Dann sollt ihr einen haben: So einen!



In den Schweizer Medien breitet sich eine Begriffs-Kontamination aus, von der sich Journalisten so leicht anstecken lassen, wie jedermann von einer hundskommunen Grippe.

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Artikel vom 09.12.2005

Motz

Bitterer Biss in Kinderschnitten

Faule Beisserchen, fette Kinder sind Menschenrecht!

Von Jürg-Peter Lienhard



So sieht ein Apfel aus! Damit wollen die kaiben Schwoobe jetzt alle dicken Schweizer Kinderlein, die eh schon faule Zähne haben, strafen: Denn die Migros bekommt keine billigen Kinderschnitten aus Deutschland mehr…



Welch ein Skandal: Die Migros hat keine Kinderschnitten mehr…! Ach ja, ich habe eben keinen Fernseher (mehr) und weiss deshalb nicht, was eine «Ferrari-Kinderschnitte» ist! Tönt aber ziemlich unappetitlich. Ich bin eben mit «Anggeschnitte» aufgewachsen: Eine dicke Scheibe Basler Brot mit Butter bestrichen - mhhm, habe dies jetzt gerade wiederentdeckt. Dank «Kinderschnitte» von Ferrari! Und dank Coop-Baslerbrot!

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Artikel vom 27.11.2005

J.-P. Lienhards Lupe

Was soll da «verhindert» werden?

Kommentar zur Abstimmung vom 27. November 2005: Trotz einem wuchtigen Ja für das Gentech-Moratorium wollen «Fachleute» das Ergebnis nicht wahrhaben

Von Jürg-Peter Lienhard

Das Moratorium für das Einsetzen von gentechnisch verändertem Saatgut und das Verbot der Einfuhr von gentechnisch manipulierten Nutztieren - auf fünf kurze Jahre angesetzt - ist weder ein «Verbot für Forschung» noch eine «Gefährdung von Arbeitsplätzen». Es ist hingegen eine eindeutige Weichenstellung, die das Schweizer Stimmvolk zum Thema verantwortlicher Umgang mit Forschung und Umwelt vorgenommen hat - vorübergehend wenigstens.

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