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... und außerdem - Bücher |
Artikel vom 07.05.2010 |
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Bücher
Ein revolutionäres Buch
Nicht die «Architektur», sondern die Symbolik im elsässischen Fachwerk - das ist die bahnbrechende Erkenntnis aus dem neuen Werk von Marc Grodwohl «Habiter le Sundgau», das er am Sonntag, 9. Mai 2010, an der Foire du Livre in St-Louis signiert
Von Jürg-Peter Lienhard

Die Renaissance stellte den Menschen in den Mittelpunkt, was Cesariano (rechts) im Gegensatz zu da Vinci (links) korrekt wiedergibt. Illustrationen aus Marc Grodwohls «Habiter le Sundgau» und der Humanisten-Bibliothek von Schlettstadt.
Nein, es ist nicht Leonardo da Vincis Mann mit den gespreizten Armen und Beinen, der da hälftig auf elsässischem Fachwerk auf dem Umschlag von Marc Grodwohls neustem Buch «Habiter le Sundgau» abgebildet ist. Das italienische «Universalgenie» hat mit dem berühmten nackten Mann die romanische Architektur-Theorie von Vitruvius Maximus falsch interpretiert. Cesare Cesarianos «Spreiz-Mann» hingegen widerspiegelt die «neue» Erkenntnis der Renaissance, die nicht mehr Gott, sondern den Menschen ins Zentrum stellt und daher den Schnittpunkt im Bauchnabel setzt.

Umschlag des neuen Buchs von Marc Grodwohl mit Titelillustration aus Cesarianos Renaissance-Symmetrik in Übereinstimmung mit dem alemannisch-elsässischen Fachwerk.

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Artikel vom 20.03.2010 |
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Basel - Kultur
Turi Honeggers neuer Roman «Bedrohliche Tage»
Der Zürcher Schriftsteller war am Sonntag, 21. März 2010, Gast im Basler Schmiedenhof der ABG und sprach über seine Zeit als Verdingbub und über sein neues Buch
Von Redaktion

Nicht nur die Tage waren während des Zweiten Weltkrieges in der Schweiz bedrohlich, sondern auch gewisse Eidgenossen: Buchumschlag von Turi Honeggers neustem Buch «Bedrohliche Tage».
Arthur Honeggers neues Buch «Bedrohliche Tage» ist die Geschichte einer Arbeiterfamilie kurz vor dem Kriegsausbruch 1939. Es geht dem Autor, genannt «Turi», darum, darzustellen, dass jene Zeit nicht einfach eine Zeit war, in der man sozusagen aus einem ruhigen Lebensabschnitt in den Krieg, der sich ja innert anderthalb Jahren zum Zweiten Weltkrieg entwickelte, hineingeschoben worden wäre.

Der Autor wuchs als Verdingkind auf, und aus dieser Zeit erzählte er im Rahmen der Verdingkinder-Ausstellung im Historischen Museum Basel. Foto zVg

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Artikel vom 01.12.2009 |
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Bücher
Das Elsass im Buch
Am Donnerstag, 3. Dezember 2009, 19.30 Uhr, werden im «Kleinen Literaturhaus» an der Bachlettensgtrasse 7 an einer Vernissage zum ersten Mal in Basel elsässische Bücher vorgestellt
Von Jürg-Peter Lienhard

«Les Alsaciens» - «ein Buch von einer Schönheit, die einem den Atem verschlägt», so die Verlagswerbung: Cover des künstlerisch wie volkskundlich tatsächlich aufsehenerregenden Bildbandes von Marc Grodwohl, fotografiert von Frantisek Zvardon.
Momentan gibt im Elsass ein wunderprächtiger Bildband zu reden: Er heisst «Les Alsaciens» und ist im Alsatica-Verlag «La nueé bleue» in Strassburg herausgekommen - 29 x 38 Zentimeter gross, 160 Seiten stark, auf denen 170 teils grossformatige Porträts des tschechischstämmigen Fotokünstlers Frantisek Zvardon in Hochglanz brillieren und umrahmt sind von Texten aus der höchst poetischen Feder von Marc Grodwohl. Der Untertitel des Werks lautet: «Quand l’art du costume exprime l’âme du peuple» - «Kleider machen Leute».

«Alles von Hansi», dem sagenhaften Grafiker aus Colmar, der vor den Nazis in die Schweiz ins Exil floh: Sein gesamtes Lebenswerk in einer Schuber-Kassette.

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Artikel vom 29.11.2009 |
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Bücher
Nach der Krise ist vor der Krise
Der Publizist Roger de Weck stellte in Basel im überfüllten Saal des Schmiedenhofs der Allgemeinen Bibliotheken (ABG) sein neues Buch vor
Von Redaktion

Der Publizist Roger de Weck (links) im Gespräch mit dem Journalisten Gerd Löhrer. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2009
Der Titel des gerade mal 112 Seiten starken Büchleins lautet zwar lediglich «Nach der Krise», aber wenn man es liest und sich die Äusserungen von de Weck im Gespräch mit dem ehemaligen Vize-Chefredaktor der «Bilanz», Gerd Löhrer, vergegenwärtigt, dann könnte man sich gut vorstellen, dass die eigentliche «Krise» erst bevorsteht. Interessant waren an diesem Gespräch im Rahmen der GGG-Veranstaltung «Rückblende: Blick aufs vergangene Jahrhundert» auch die Voten des zumeist älteren Publikums, das überaus pointiert mitdiskutierte.

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Artikel vom 11.11.2009 |
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Bücher
Man beachte das NOTA BENE am Schluss!!!
Basler Fasnacht Multimedia
Zum Jubiläum 100 Jahre Fasnachts-Comité ein Weihnachtsgeschenk für die Fasnächtler und Liebhaber der Basler Fasnacht
Von Redaktion

Die Medien-Kassette mit Buch, Audio-CD und Video-DVD (und ere Hampfle Räppli derzue) - Fasnacht total und global. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2009
Eine «runde Sache» sei dieses Jubiläumswerk, sagte Comité-Obmann Felix Rudolf von Rohr an der Vernissage in der Offenen Kirche Elisabethen am Dienstag, 10. November 2009. Doch Roger Thiriet, der Moderator der «Sendung» korrigierte, dass nur die Audio-CD und die Video-DVD «rund» seien, aber die Kassette, worin die beiden runden Scheiben zusammen mit einer Hampfle Räppli und dem Buch «Basler Fasnacht - vorwärts, marsch!» verpackt sind, jedoch «viereckig» sei. Wie auch immer die wortklauberische Geometrie sein mag - die Jubiläumskassette ist tatsächlich eine runde Sache, ein perfektes Weihnachtsgeschenk für hiesige Aktive, Passive oder Übersee-Heimwehbasler.

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Artikel vom 11.10.2009 |
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Bücher
Mit redaktionellem Kommentar
Wie die «Stinki» verschwand
Den Abbruch des letzten Überbleibsels der gloriosen textilen Vergangenheit Mülhausens hat der Fotograf Pierre Dolivet minutiös in einem Fotoband im Selbstverlag festgehalten
Von Jürg-Peter Lienhard

Die «Stinki» im Juni 2007, kurz bevor die Beleuchtung der Chemiefabrik für immer und endgültig erlosch. Alle Fotos aus diesem Beitrag stammen aus dem Bildband «I.C.M.D.» von Pierre Dolivet, Mulhouse © 2009
Industrie-Archäologen aufgepasst: Der Mülhauser Fotograf Pierre Dolivet hat wieder publizistisch zugeschlagen. Umweltschützer aufgepasst: Der Fotoband von Pierre Dolivet stellt Fragen… Kritische Menschen aufgepasst: Die Fragen betreffen Kapital und Arbeit, Profit und Verlust.

Wenige Tage später: Die ehedem bedeutende Mülhauser Industrie hat nur noch Schrottwert… Foto Pierre Dolivet, Mulhouse © 2009

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Artikel vom 11.06.2009 |
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Bücher
Mit Bemerkung von Marc Grodwohl
Markus Kutter Nachlese
So heisst das Buch, das Reinhardt Stumm aus der unveröffentlichten riesigen Hinterlassenschaft verfasst hat
Von Jürg-Peter Lienhard

In einem Gedicht bezeichnete er sich selbst als «Kleinbürger», und so kleidete er sich auch. Wenn da nur nicht die Eselsohren wären, die er mit seinen Schuhen und auf einem Fildeburger-Sofa stehend markiert… Foto: wahrscheinlich Christian Vogt, Basel, kopiert von der Umschlag-Rückseite.
Ein Werber, ein «geheimer Verführer», sei er gewesen, aber in Wahrheit war er ein Gelehrter und Poet. Das soeben im Basler Christoph-Merian-Verlag (CMS) erschienene Buch über den 2005 verstorbenen genialen und unbequemen Kopf Markus Kutter fasst faszinierende Texte aus einem riesigen Nachlass zusammen und ist bei allen ernsthaften Sujets leicht und da und dort, trotz Strittigkeiten, vergnüglich zu lesen, so wie es nur ein Autor von Format, Reinhardt Stumm, zuwege zu bringen vermag.

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Artikel vom 29.12.2008 |
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Bücher
Die Hölle ist des Teufels Paradies
Von unserem Strassburger Freund Tomi Ungerer ist im Diogenes-Verlag ein neues Bändchen mit seinen Gedanken und Notizen erschienen
Von Jürg-Peter Lienhard

Umschlag von Tomi Ungerers Aphorismen-Bändchen - eben auch von Tomi Ungerer gestaltet.
Für faule Sprüche gibt es bemerkenswerterweise kein Fremdwort. Für gescheite hingegen schon, weshalb Aphorismen vielleicht nicht jedermanns Sache sind. Bei Tomi Ungerer heissen sie «Gedanken und Notizen», und die sind so herrlich zu lesen, wie seine Illustrationen und Zeichnungen zu geniessen sind. Zurzeit, um Weihnachten eben, hat der Satan Konsum sowieso paradiesische Zustände. Wunderbar daher, dass dies auch der Titel des Aphorismen-Büchleins des Satansbraten Tomi Ungerer ist: «Die Hölle ist das Paradies des Teufels».

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Artikel vom 27.11.2007 |
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Bücher
Wie man erfolgreich bettelt
Im Huber Verlag Frauenfeld ist ein «Leitfaden für Gesuchsteller» bei Stiftungen herausgekommen
Von Jürg-Peter Lienhard

Grosser Wurf eines engagierten Verlages: Elisa Bortoluzzi bei Huber, Frauenfeld. Umschlag Ihres Leitfadens von unermesslicher Nützlichkeit.
«Stiftungen» lautet der schlichte Titel des Buches der Doppel-Doktorin in Kommunikation Elisa Bortoluzzi Dubach aus Zug. Ihr Sachbuch hatte eine vielbeachtete Vernissage im Forum Würth in Arlesheim und ist ein äusserst nützliches Hilfsmittel für alle, die ein Projekt von sozialer oder kultureller Thematik auf die Beine stellen wollen und nach Geld suchen.

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Artikel vom 08.10.2007 |
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Bücher - Am Radio/Fernsehen
Max über Max
Das Buch von Stephan Bosch über den «Friedensapostel» Max Daetwyler ist Gegenstand einer «Siesta»-Sendung auf Radio DRS I vom Mittwoch, 10. Oktober 2007, 14 bis 15 Uhr mit dem Sohn Max
Von Jürg-Peter Lienhard

Der Apostel des Friedens, von dem alle sagen, er habe recht, aber ihm niemand folgen will: Max Daetwyler. Umschlag des Buches von Stephan Bosch, eschienen 2007.
Der Basler Photograph Kurt Wyss hat in den sechziger Jahren, mitten im Kalten Krieg, eine denkwürdige Foto von Max Daetwyler geschossen, die mehr über den Friedensapostel aussagt, als tausend Zeitungsartikel: Den kurligen Ostschweizer mit seinem weissen Bart, dem Appenzeller Hütlein auf dem ebenfalls schlohweissen Haupthaar und der unvermeidlichen weissen Fahne, hat er frühmorgens in New York per Schnappschuss erwischt. So früh, dass noch kein Auto und keine Menschenseele die Strasse bevölkerten, wodurch das Friedensmännlein so verloren und verlassen in dieser Wolkenkratzerschlucht wirkte, wie sein eigenes Sinnbild des Propheten in der Wüste, auf den niemand hören will.

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