Anzeige:
KulturSchweigen

Artikel vom 01.11.2007

Druckversion

Basel - Allgemeines

Mit Fotos von J.-P. Lienhard, Basel © 2007

Das war Ruahas Geburtstag

Sie ist zwar älter als 55, aber sie ist seit 55 Jahren Jahren im Basler Zolli und weltweit die älteste Zoo-Elefantendame

Von Jürg-Peter Lienhard



Fünfundfünzig Rüebli müssen auf der Torte sein - zählen Sie nach!


Ruaha kam als Wildfang und in Begleitung des früheren, berühmten Zolli-Direktors, Professor Ernst Lang, im Jahr 1952 nach Basel. Wahrscheinlich war sie damals knapp ein bis zwei Jahre alt, aber weil es an Allerheiligen 2007 grad 55 Jahre her ist, wollten die Zolli-Verantwortlichen mit einem Medien-Communiqué auf diesen Umstand hinweisen. Und verursachten ein derart grosses Echo, dass ihnen nichts anderes übrig blieb, als aus der papierenen Feststellung ein Geburtstagsfest zu machen - für die Elefantenkuh Ruaha, aber vor allem für das zahlreich erschienene Publikum und für die Freunde der runzligen Dame…

Runzlig ist die durchaus rüstige Dame und Chefin im Gehege, wegen einer angeborenen Überproduktion der Hornschicht in der Haut. Eine völlig harmlose Sache, wie Kurator Jakob Huber bei seinen Erläuterungen zum Geburtstagsfest dem Publikum erklärte. Allerdings sind Runzeln nur für Elefantendamen eine völlig harmlose Sache - bei unseren Damen sind sie eine Katastrophe!

Der gegenwärtige Zolli-Direktor Oliver Pagan freute sich, dass allein aufgrund des dürren Communiqués so viel Publikum zum Geburtstagsfest in den Zolli strömte. Immerhin gabs für die Elefantendame eine Rüeblitorte zum Geburtstag. Aber auch das Publikum ging nicht leer aus: Für die Runzligen gabs Glühwein und für die Jugend Orangesaft.


Das Geburtstagsfest

Die Gäste:




Zolli-Direktor Oliver Pagan begrüsst die Zollifreunde und die grosse Gästeschar von einem sicheren Hügelchen herunter. Es war so viel Publikum gekommen, dass ihm nichts anderes übrig blieb, als sich ins Gehege zu retten…




Dieser Ehrengast war selbstverständlich auch dabei, und man sieht ihm seine 94 Jährchen gar nicht an: Professor Ernst Lang, der berühmteste aller Basler Zollidirektoren - er brachte Ruaha vor 55 Jahren von Afrika in den Zolli.




Und das sind weitere berühmte Ehrengäste: Links der erste Elefanten-Dompteur des Zollis, Werner Behrens, der nicht nur perfekt Elefantesisch spricht (wie wir als Kinder glaubten - so lange gibts den schon!), sondern der den Elefanten im Basler Zolli die Manieren beibrachte, die es braucht, damit man mit ihnen im Allschwiler Wald oder auch in der Stadt Spazieren gehen kann. Rechts neben Behrens ist Peter Wenger, auch er ein Elefantenspezialist, der ebenfalls wie sein früherer Chef längst pensioniert ist, aber immer noch elefantöse Beziehungen pflegt. Der Mann mit der Torte ist der gegenwärtige Chef-Wärter im Elefantenhaus, Thomas Ruby. Ob auch er Elefantesisch sprechen kann, dazu hatte ich noch keine Gelegenheit, es herauszufinden…



Das Geburtstagsessen




Werner Behrens (links) und Thomas Ruby; «So, Ruaha, Augen zu und Maul auf!»




Ruaha wäre ja kein Elefant, hätte sie nicht auch ein elefantöses Maul - die ganze Kuchenherrlichkeit hat Platz darin aufs Mal…




Mampf! Und Merci vielmool!


Von Jürg-Peter Lienhard

Für weitere Informationen klicken Sie hier:

• Mehr über Ruaha


Klicken Sie hier, wenn Sie fortan bei neuen Artikeln dieses Autors benachrichtigt werden wollen!


Anzeige:

PlagScan



Nach oben


Copyright © 2003 by webjournal.ch

 

Die Funktion Newsletter ist wegen Spam blockiert. Schreiben Sie eine Mail an info(ad)webjournal.ch mit dem Betreff: «Bitte newsletter zusenden» Besten Dank für Ihr Verständnis.