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KulturSchweigen

Artikel vom 19.10.2007

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Basel - Kultur

Nur noch 1 Vorstellung in der Region Basel!

Onkel Schwientek als «Wanja»

Tschechows «Onkel Wanja» zum letzten Mal am Samstag, 20. Oktober 2007, 20 Uhr, im «heimeligen» Theater Roxy in Birsfelden

Von Redaktion



Schwientek trägt auch zivil ein Béret auf seinem Charakter-Glatzkopf. Mit auf dem Bild: Katharina Pizzera als Sonja. Fotos: Li Sanli, «Theater Kanton Zürich», Zürich © 2007


Theater vom Feinsten mit einem der hierzulande bekanntesten Bühnen-Schauspieler - leider zum letzten Mal am Samstag, 20. Oktober 2007, 20 Uhr, im Theater «Roxy» in Birsfelden: Der 1991 von «Theater heute» zum «Schauspieler des Jahres» erkorene Norbert Schwientk (der mit der Glatze), spielt in Tschechows «Onkel Wanja» eben diesen Onkel.

Schwientek Norbet und Sigi - die beiden Brüder, so verschieden sie auch sind (bezüglich Umfang und Haarpracht), waren unter Baumbauer in Basel die grossen (männlichen) Stars am Theater Basel: Norbert erhielt den «Oskar» der deutschsprachigen Bühnen für die Rolle des Korbes von Tankred Dorst in der Inszenierung von Harald Clemen am Theater Basel.

Norbert Schwientek spielte auch in der von Jürg-Peter Lienhard produzierten und inszenierten szenischen Lesung «Silberkiesel» von Hansjörg Schneider im damaligen M-Restaurant an der Burgfelderstrasse - zusammen mit der inzwischen verstorbenen Hilde Ziegler und Deborah Epstein.

Schwientek war nach dem Weggang Baumbauers in Basel auf allen grossen deutschsprachigen Bühnen aktiv, blieb aber stets in Basel wohnhaft, pendelt aber oft zwischen Basel und Zürich hin und her, wo es ihm allem Anschein nach sehr gut gefällt… Das erklärt auch, warum er gegenwärtig in dem vom «Theater Kanton Zürich» produzierten Stück «Onkel Wanja» von Tschechow mitwirkt und mit dem Ensemble unterwegs ist respektive in Birsfelden im Theater «Roxy» halt macht.

Wenn immer Sie Zeit haben, sollten Sie sich die Gelegenheit zur Teilnahme an diesem Stück nicht entgehen lassen. Es ist Theater vom Feinsten - was Stück und Schauspieler angeht. Lassen Sie sich auch von der Inhaltsbeschreibung des Stückes ansprechen. Weil sie so schön von den Veranstaltern verfasst worden war, darum hier gleich wörtlich:

«Komödien nennt Tschechow seine Stücke, und tatsächlich, was als Aneinanderreihung vollkommen undramatischer Momente, katastrophenloser Lebensgeschichten und Nichttaten daherkommt, ergibt nicht nur einen hochdramatischen, sondern auch humorvollen Stoff. Trotz aller tragischer Konstellationen, trotz der Melancholie des ereignislosen Alltags sind es Komödien, Komödien menschlichen Verhaltens.

Onkel Wanja ist der Verwalter des Guts seiner verstorbenen Schwester und deren Mann, einem Professor, der nun im Ruhestand weilt. Jahrelang hat er zusammen mit seiner Nichte Sonja das Gut bewirtschaftet, von der Hand in den Mund gelebt und damit dem verehrten Professor ein behagliches Leben in der Stadt ermöglicht. Nicht zuletzt, weil er dessen Werk und Stand bewundert.

Bei einem längeren Besuch des Professors und seiner neuen, attraktiven Frau Jelena, entpuppt sich dieser als selbstzufriedene Nervensäge. Wanja fühlt sich um sein Leben betrogen. Die Allüren des Professors und die Eifersucht auf dessen Ehe mit Jelena, in welche sich Wanja verzweifelt verliebt hat, lassen ihn zum zynischen Spielverderber werden.

Als dann der Professor beschliesst, das Gut zu verkaufen, ist dies der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Doch das Schlimmste kann abgewendet werden, der Professor und seine Frau reisen ab. Aber vielleicht ist das Leben nach diesem alles auf den Kopf stellenden Sommer nur noch unerträglicher?»


Regie: Jordi Vilardaga
Bühne und Kostüme: Elke Scheuermann
Licht und Fotos: Li Sanli
Dramaturgie: Marie-Louise Michel
Fotos: Bruno Bührer
Schauspieler: Alex Freihart, Rachel Matter, Katharina Pizzera, Elisabeth Berger, Norbert Schwientek, Antonio da Silva, André Frei, Bella Neri.
Nach der Übersetzung von Ulrike Zemme


Die Premiere fand am 19. Januar 2007 in Winterthur statt (siehe Direktlink am Schluss).

Nützliche Informationen

Theater Roxy
Muttenzerstrasse 6
CH–4127 Birsfelden
www.theater-roxy.ch

Roxy-Bar offen: Montag bis Samstag ab 16 Uhr, sowie jeweils 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn

Anfahrt Tram Nr. 3 ab Aeschenplatz in Richtung Birsfelden Hard bis Haltestelle «Schulstrasse»


Reservationen Tel. +41 79 577 11 11 (Mo–Fr, 12–17 Uhr)
Online-Reservation und Spielplan siehe Direktlink am Schluss
Last-Minute-Reservationen Tel.: +41 61 373 11 70
(Nur an Vorstellungstagen und während der Abendkasse)

Vorverkauf Buchhandlung Bider & Tanner, Aeschenvorstadt 2, Basel

Abendkasse jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

Eintrittspreise Erwachsene: CHF 30.–
SchülerInnen, StudentInnen, Lehrlinge,
AHV/IV-BezügerInnen, Mitglieder des Vereins Kulturraum Roxy und der IG-Tanz: CHF 20.–
Kinder, Jugendliche bis 16 Jahre und Colour-Key: CHF 15.–




Norbert Schwientek: Zusammenarbeit mit den Regisseuren Werner Düggelin, Ernst Wendt, Jürgen Flimm, Horst Zankl, Christoph Marthaler, Andrzej Wajda, Jossi Wieler u.v.a. in 150 Theaterproduktionen und Rollen wie Nathan/Lessing, Shylock/ Shakespeare, Adam/Kleist. Etwa ein Dutzend Kino- und Fensehfilme, u.a. im Spinnennetz/Regie Bernhard Wicki, Justiz/Regie Hans W. Geissendörfer, Das Schloß/Regie Michael Hanecke.

Ungezählte Hörspiele, in letzter Zeit in der Regie des Wiener Dramatikers und Hörspielautors Eberhard Petschinka.

1999: 150. Theaterproduktion als Caribaldi in "Macht der Gewohnheit" von Thomas Bernhard am Schauspielhaus Zürich.

Von Redaktion

Für weitere Informationen klicken Sie hier:

• Mehr zur Produktion

• Online-Reservation und Spielplan Theater «Roxy»


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