Artikel vom 30.03.2004

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Grenzkonflikt

Deutscher Schikanen-Zöllner entlassen

Bundesgrenzschutz-Chef gehorchte von «oben» derart deutsch gründlich, dass er bilaterale Verstimmungen zwischen der Schweiz und Deutschland verursachte

Von Redaktion



Buhmann unter den deutschen Zöllnern: Heiko Knorre musste den Hut nehmen.

STUTTGART. red.- Der Chef des deutschen Bundesgrenzschutzes (BGS) Süd, Heiko Knorren, ist vom Bundeinnenministerium entlassen worden. Knorren gilt als Hauptverantwortlicher für die Schikanen am Zoll nach Deutschland.

Der Knatsch mit Knorren begann, als ein Bericht über Sicherheitsmängel am Flughafen München erstellt wurde. Knorren erhielt daraufhin Anweisungen, die Schengen-Aussengrenzen strenger zu überwachen. Das tat er so gründlich deutsch, dass der kleine Grenzverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland vor allem in Basel tagelang zusammenbrach: Grenzgänger und Kunden hatten stundenlanges Warten an den verschiedenen Grenzübergängen zu Deutschland bei Basel in Kauf zu nehmen.

Auf Deutscher Seite beklagten die Kaufhäuser als Folge der Schikanen am Zoll massive Kundenverluste. Zudem kam es zu lauten bilateralen Verstimmungen zwischen der Schweiz und Deutschland. Knorrren hatte es versäumt, die Eidgenossenschaft über die Veränderungen zu informieren, weshalb die Basler Behörden derart überrascht wurden, dass keine Zeit mehr für Verkehrs-Massnahmen zur Umlenkung der Staus blieb.

Von Redaktion


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