Artikel vom 19.10.2006

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Basel - Allgemeines

Petition à la Greenpeace

10'000 fordern Chemiemüll-Totalsanierungen - die Umweltaktivisten übergeben die Unterschriften mit einer publicityträchtigen Aktion der Basler Chemie

Von Redaktion



Die Aktion auf der Voltamatte, die kurzum von Greenpeace in «Campus des Handelns» umgetauft wurde: Die Chemie verdient Milliarden; sie soll daher auch bezahlen, was sie der Umwelt und den Menschen antut!


BASEL. gp.- Über 10'000 Menschen haben die Petition zur Beseitigung der Chemiemülldeponien in der Region Basel zuhanden der Basler Chemiefirmen unterzeichnet – klassisch oder als Fotopetition auf dem Internet (Link siehe unten). Die Fotopetition hat Greenpeace am Donnerstag, 19. Oktober 2006, mit einer Aktion vor dem Novartis-Hauptsitz auf der Voltamatte in Basel eingereicht – die Unterschriftenpetition ist den Firmenchefs am Nachmittag im Beisein von Prominenten und Betroffenen übergeben worden.

10'200 Menschen haben die klassische Unterschriftenpetition zur Totalsanierung der Chemiemülldeponien von Novartis, Roche, Ciba, Syngenta, Clariant, Rohner, SF-Chem unterzeichnet; 1’330 unterstützten die Fotopetition. Im Vergleich zur baselstädtischen Initiative, die 3000 Unterschriften innert 18 Monaten verlangt, sind das nach Ansicht von Greenpeace insgesamt über 3 Mal mehr Unterschriften in sechs Mal weniger Zeit!

Die Fotopetition wurde mit einer Bildermeer-Aktion auf der Voltamatte vor dem Novartis-Hauptsitz eingereicht: Greenpeace-AktivistInnen errichteten auf der kurzum zum «Campus des Handelns» umbenannten Voltamatte eine imposante Totalsanierungs-Installation mit über 1’000 ausgesteckten Schildern mit Bildern und Sprüchen der Unterzeichnenden. Im Mittelpunkt steht ein überdimensioniertes Giftmüllfass, welches das Problem der auslaufenden Chemiemülldeponien symbolisiert.

Die schriftliche Petition wurde anschliessend um 14 Uhr am neuen Seiteneingang von Novartis an der Lichtstrasse Vertretern der Konzernleitungen der sieben verantwortlichen Chemiekonzerne übergeben.

Greenpeace erwartet, dass die verantwortlichen Herren Vasella, Humer, Meyer, Pragnell, Secher, Roost und Pedrett das Deponien-Problem, das über 100'000 TrinkwasserkonsumentInnen in und um Basel betrifft, endlich ernst nehmen und die dringend notwendigen Totalsanierungen noch dieses Jahr einleiten. Für dieses Anliegen setzen sich auch zahlreiche Persönlichkeiten aus der Zivilgesellschaft ein.

An der Petitionsübergabe teilnehmen werden u.a. Nationalrätin Susanne Leutenegger-Oberholzer, Nationalrat Rudolf Rechsteiner, Grossrat Beat Jans, Kardiologe Andreas Hoffmann, Fährimaa Jacques Thurneysen, Altlastenexperte Martin Forter, Ex-Sandoz-Mitarbeiter Hans Z’graggen (heute Aktionskomitee Chemiemüll weg!), Trinkwasserbezügerin Käthi Aellen (Forum besorgter TrinkwasserkonsumentInnen), Vertreter der betroffenen Gemeinden Allschwil, Muttenz, Neuwiller, Schönenbuch und eingeladene Unterzeichnende der Fotopetition.



Greenpeace ignorieren geht nicht mehr: Michael Pluess (Leiter Novartis Schweiz) und Johannes Randegger (Nationalrat FDP) bei der Übergabe der Petition auf dem «Campus des Handelns».


Von Redaktion


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