Artikel vom 10.10.2006

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Rubrikübergreifendes

Aus Landes- wird National-Bibiliothek

«Flüchtige Medien» wie Internet-Publikationen, werden neuerdings ebenfalls gesammelt und archiviert

Von Redaktion



Blick in den Lesesaal der «Landesbibliothek», die nun künftig «Schweizerische Nationalbibliothek» heissen wird.


Die Schweizerische Landesbibliothek hat sich für die Zeit zwischen 2007 bis 2011 drei neue Schwerpunkte für ihren Ausbau gesetzt: 1. Sie baut eine Sammlung von elektronischen Publikationen auf.

2. Sie richtet ihr Dienstleistungsangebot auf die Fachbereiche Schweizer Geschichte, Schweizer Literaturen, Schweizer Kunst sowie Informations- und Dokumentationswissenschaften aus.

3. Ihre Kompetenzen in der Papierkonservierung stellt sie in den kommenden Jahren auch anderen Bibliotheken und Archiven zur Verfügung. Und etwas zum Umgewöhnen: Ab 1. Januar 2007 verabschiedet sie ihre Bezeichnung «Schweizerische Landesbibliothek» und heisst künftig neu auch auf Deutsch «Schweizerische Nationalbibliothek».

In Nationalbibliotheken findet man, was sonst nirgends mehr zu finden ist. Sie sammeln alle Publikationen eines Landes und stellen sie Interessierten zur Verfügung. So auch die Schweizerische Landesbibliothek. Dem internationalen Gebrauch folgend, wird die Bibliothek ab 1. Januar 2007 auch auf Deutsch «Schweizerische Nationalbibliothek» heissen. In den romanischen Sprachen und im Englischen entsprach die Bezeichnung seit jeher der internationalen Usanz: Bibliothèque nationale suisse, Biblioteca nazionale svizzera, Biblioteca naziunala Svizra, Swiss National Library.

Die Aufgaben der Schweizerischen Nationalbibliothek sind gesetzlich festgelegt: Die Dokumente sammeln, erschliessen, zur Verfügung stellen - und sie so aufbewahren, dass sie keinen Schaden nehmen. Diese Aufgaben bleiben sich im Grundsatz über die Generationen hinweg gleich. Hingegen müssen die Schwerpunkte periodisch überprüft und neu gesetzt werden, um aktuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Dies hat die Schweizerische Nationalbibliothek nun für die Jahre 2007 bis 2011 getan. Drei Tätigkeitsfelder stehen im Vordergrund: der Aufbau einer elektronischen Sammlung, die Anpassung der Angebote an die Bedürfnisse der hauptsächlichen Nutzerinnen und Nutzer, und der Ausbau der Papierkonservierung zu einem nationalen Kompetenzzentrum.

CD, DVD und Internet in der Sammlung

Neben den gedruckten Publikationen haben sich die neuen Medien in den letzten Jahren ihren Platz erobert. Die Schweizerische Nationalbibliothek sammelt deshalb auch CD-ROMs, DVDs und elektronische Internet-Publikationen wie elektronische Zeitschriften, elektronische Dissertationen und Websites. Bis 2011 wird es darum gehen, dieses Sammelgebiet auszubauen.

Die Nationalbibliothek ist öffentlich zugänglich und bietet ihre Grunddienstleistungen für alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz umsonst an. Besonders auf die Nationalbibliothek angewiesen sind Studierende, Unterrichtende, Forschende und weitere Fachleute der Fachbereiche Schweizer Geschichte, Schweizer Literaturen, Schweizer Kunst sowie Informations- und Dokumentationswissenschaften. Neue Angebote werden im Hinblick auf die Bedürfnisse dieser Gruppen entwickelt, bestehende Angebote werden wenn nötig angepasst. Deren Bedürfnisse sind auch leitend bei der Digitalisierung von Dokumenten.

In der Papierkonservierung ist die Nationalbibliothek schweizweit führend. Diese Kompetenzen sollen in Zukunft auch andere Institutionen nutzen können. In den nächsten Jahren will die Schweizerische Nationalbibliothek ein «Kompetenzzentrum Papierkonservierung» aufbauen, das beratende Dienstleistungen für andere Bibliotheken und Archive erbringt.


Von Redaktion


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