Artikel vom 12.09.2006

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Solange Fernex tot!

Sie war Europa-Abgeordnete der französischen Grünen und Umweltaktivistin sowie Gründerin der Hilfsaktion «Kinder von Tschernobyl»

Von Redaktion



Solange Fernex am «Geissenfestlein» vom 1. Mai 2006 vor ihrem Haus in Biederthal in ihrer typisch kämpferischen Pose. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2006


Wie aus Kreisen der Familie am Dienstag, 12. September 2006, 10.46 Uhr, bekanntgegeben worden war, ist Solange Fernex am Montag, 11. September 2006, an Krebs gestorben.

Solange Fernex war die erste Kämpferin gegen die Atomkraftwerke von Wyhl (Deutschland) und Kaiseraugst (Aargau/Schweiz). Sie starb 72-jährig in ihrem Heim in Biederthal (Sundgau, Frankreich), wo die schweizerisch-französische Doppelbürgerin gemäss ihrem Wunsch von der Sterbeklinik Sankt Chrischona in Bettingen, Kanton Basel-Stadt (Schweiz), vor wenigen Tagen zurückgeführt worden war.

Die Abdankung ist am Samstag, 16. September 2006, um 14.30 Uhr, in der Dorfkirche von Biederthal.

Es ist Solanges ausdrücklicher Wunsch, zur Abdankung sowohl auf Blumen wie auch auf Kränze zu verzichten und stattdessen ihrer Initiative für die Kinder von Tschernobyl zu spenden:

Association Enfants de Tschernobyl Belarus, 18 rue Principale, F-68480 Biederthal
CCP 49-68243-3 P.S.R.-I.P.P.N.W. Suisse


Ein ausführlicher Lebenslauf wird demnächst auf webjournal.ch folgen.

Die schweizerisch-französische Journalistin Elisabeth Schulthess hat über Solange Fernex, der Umweltaktivistin und Feministin und grossartigen Förderin vieler wichtiger kultureller Projekte im Elsass, ein Buch verfasst, das eigentlich nur noch auf die deutsche Übersetzung wartet (Link siehe unten).

Anm.: Solange Fernex (* 1934 - ✝ 2006) war Assistentin des ersten Franzosen, Henri Jenn, der im Hinblick auf Wahlen zur Nationalversammlung 1973 in einem Wahlbezirk von Mulhouse mit ökologischen Fragen bei den Wählern um Stimmen geworben hat. Mit Philippe Dufetel aus Toulouse zusammen, Listenkopf der politischen Bewegung Écologie-Europe bei den Europawahlen 1979. 1983 Beteiligung an einem Hungerstreik über 40 Tage (Jeûne pour la Vie) in Paris für nukleare Abrüstung. Listenführerin der Grünen (Les Verts) und Wahl zur Abgeordneten bei den Europawahlen 1989. 2001 Auszeichnung mit einem Preis für ihren Einsatz für nukleare Abrüstung. Vorsitzende des französischen Zweiges der internationalen Organisation Femmes pour la Paix et la Liberté.

Von Redaktion

Für weitere Informationen klicken Sie hier:

• Mehr auf Wikipedia I

• Mehr auf Wikipedia II

• Das Buch über Solange Fernex


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