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KulturSchweigen

Artikel vom 29.12.2005

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Basel - Kultur

«Drey Daag offe»…

…si isch duss: Die Fasnachtsplakette 2006 und auch das Motto

Von Redaktion



Über Geschmack lässt sich bekanntlich vortrefflich streiten: Die Basler Fasnachts-Plakette 2006 verzichtet auf ein «aktuelles» Motiv und zeichnet sich gemäss Comité für «Deutungsoffenheit» aus…



BASEL. fc/jpl.- Das Fasnachts-Comité der Stadt Basel hat am Donnerstag, 28. Dezember 2005, die Fasnachtsplakette in ihren vier verschiedenen Varianten vorgestellt: Keine «Aktualität», sondern eine «Alti Dante», deren Kopfputz drei traditionelle Fasnachtsfiguren symbolisch für Pfeifer, Tambouren und Steckenlaternenträger zieren. Künstler der Plakette 2006 ist Andreas Daniel Vetsch.

Das Motto 06 «Drey Daag offe» nimmt die Deutungsoffenheit der diesjährigen Plakette auf: es lässt sich auf die sprudelnde Kreativität und Phantasie in den Fasnachts-Köpfen der Basler und Baslerinnen beziehen, umschreibt das Fasnachts-Comité das Sujet der Plakette, die im Rahmen einer Pressekonferenz und einer Präsentation für die Obleute der verschiedenen «Einheiten» der «drey scheenschte Dääg» im Jahr des Baslers im Volkshaus abgehalten wurde.

«Man mag zwischen den Zeilen einen Aufruf hören, sich aufzutun und selbst- oder fremdgesetzte Grenzen zu überschreiten. Eben so möglich ist die Interpretation, dass das Motto wie die Plakette den Kontrast zwischen den Schablonisierungen des Alltags und dem freiheitlichen Geist der Fasnacht aufnimmt», heisst es in der offiziellen Verlautbarung zu Motto und Plakette.

Die «Blaggedde 06» ist vom Goldschmied Andreas Daniel Vetsch gestaltet worden. Er ist freischaffender Künstler und Bühnenbildner, Grafiker und Gestalter und in Basel geboren und aufgewachsen. Mit der Fasnacht ist er als Laternenmaler und Drummeli-Bühnenbildner eng verbunden.

Der Erwerb einer Basler Fasnachtsplakette ist gleichzeitig auch ein «Eintritt» in das Fasnachtsgeschehen der Stadt, welches dieses Jahr mit dem traditionellen «Morgeschtraich» um Schlag vier Uhr in der Frühe am Montag, 6. März 2006, beginnt und drei Tage dauert. Die rund 12 000 aktiven Fasnächtler, die sich in unterschiedlichen Gruppierungen in «Cliquen» von Pfeifern- und Tambouren, «Guggenmusiken», Sujet-Wagen und in vielen einzelnen Formationen darstellen, erhalten durch den Verkauf der Plaketten vom Fasnachts-Comité Zuschüsse an die meist sehr aufwendig gestalteten Kostüme und Dekorationen sowie der Laternen am Morgenstreich. Darum gilt es in Basel als ausgesprochene Ehrensache, wenn man am Fasnachtsgeschehen teilhaben will, dass man insbesondere als «Zivilist» - einheimischer oder ausländischer - eine Plakette erwirbt.

Die Preise für die vier verschiedenen Plaketten-Versionen 2006 bleiben gleich wie im vergangenen Jahr: 7 Franken für die «Kupferne» Version, 14 Franken für die «Silberne», 45 Franken für die «Goldene» und 100 Franken für das sogenannte «Bijou», einer verkleinerten «Luxus-Version» im Format von Preziosen. Jede dieser vier Plaketten-Versionen gilt auch für einen Gratis-Eintritt am Eröffnungstag der im Vorfeld der Basler Fasnacht am 17. Februar 2006 stattfindenden «muba», der Schweizer Mustermesse (bis 26. Februar 2006).


jpl: Süss, wie sich die Basler immer selbst beweihräuchern: als «weltoffen» und «weltgewandt». Demgegenüber steht meine Erfahrung, dass nicht einmal akademisch Gebildete in franzsösischer Sprache vor die TV-Kamera treten können, obwohl Frankreich gewissermassen in Velonähe vom Basler Stadtzentrum aus direkt per Bus erreicht werden kann. Und Apropos «humorvolle Basler»: Da ist mein Nachbar, ein «bekannter» Obmaa einer traditionsreichen Clique das krasse Gegenteil davon: Er ist vor und nach und wohl auch während den «drei heiligen Tagen» ein ganz alltagstkonformer Fiidleburger! Ja, auch die stets «minu-esk» verklärten «drey scheenschte Dääg» bedeuten für viele aktiven und passiven Fasnächtler: «Drey Daag b‘soffe» - um grad mit der Comité-Formulierung der «Deutungsoffenheit» diese Deutung des Mottos 05 offen auszusprechen!




Und das ist die «Silberne»…




…und das die «Kupferne»…




…und zu guter Letzt das neumodische, aber nichtdestotrotz beliebte «Bijou»


Von Redaktion


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