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Artikel vom 28.01.2004

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Verkehr

BVB gegen Leistungsabbau

BVB-Verwaltungsrat stemmt sich gegen Fahrplan-Ausdünnung aus Sparzwang

Von Redaktion



BASEL.- An einer ausserordentlichen Sitzung hat der Verwaltungsrat der BVB am Dienstag Abend, 27. Januar 2004, das regierungsrätliche Sparprogramm "Aufgaben und Leistungen" behandelt, zu welchem auch die BVB ihren Beitrag leisten muss. Zum Paket 1 dieses Sparprogramms hat die BVB bereits konkrete Vorschläge gemacht und diese zum Teil schon realisiert.

pm.- Zum Paket 2 hat der Verwaltungsrat nun eine grössere Anzahl von möglichen Massnahmen intensivst diskutiert und die Direktion beauftragt, Vor- und Nachteile jeder einzelne Massnahme im Detail zu prüfen. Dazu gehören auch Tarifmassnahmen.

Eindeutig abgelehnt hat der Verwaltungsrat eine Fahrplanausdünnung, d.h. die Ablösung des 7-Minuten-Taktes durch einen 10-Minuten-Takt. Ein derartig einschneidender Abbau des Angebotes würde das sehr gut funktionierende und dementsprechend auch sehr gut genutzte ÖV-Angebot massiv beeinträchtigen und die grosse Gefahr einer Abwanderung von bisher treuen BVB-Kundinnen und -Kunden in sich bergen. Die daraus zu erwartenden Einnahmenverluste könnten einen grossen Teil dessen ausmachen, was man mit einer Fahrplanausdünnung eigentlich zu sparen beabsichtigte. Deshalb sagt der Verwaltungsrat der BVB klar Nein zum 10-Minuten-Intervall.

Kein Abbau einzelner Verbindungen

Der BVB-Verwaltungsrat hat eine weitere grundsätzliche Position bezogen: In Gebieten des Kantons Basel-Stadt, in welchen die BVB-Fahrgäste auf eine einzige Tram- oder Buslinie angewiesen sind, darf das Angebot auf dieser einzigen Linie nicht abgebaut werden.

Als Sparvorschläge zu Handen des Regierungsrates beschlossen hat der Verwaltungsrat die Rücknahme der 2er-Endhaltestelle vom Eglisee zum Badischen Bahnhof ausserhalb der Stosszeiten und die Anpassung der Flughafen-Erschliessung an die gesunkene Nachfrage.

Sparen durch Trolley-Ersatz

Generell bekundet der Verwaltungsrat grosse Vorbehalte gegenüber einem Angebotsabbau. Umso mehr legt er Wert darauf, dass die mit dem Paket 1 vorgeschlagene Vereinheitlichung des BVB-Busbetriebes durchgesetzt wird. Für die BVB, die ihre Leistungen zum grössten Teil mit Trams erbringt, sind drei unterschiedliche Bus-Betriebsarten, nämlich Dieselbus, Gasbus und Trolleybus in hohem Masse unwirtschaftlich. Mit einer Vereinheitlichung können ohne Abbau von Leistungen jährlich 1,9 Millionen Franken eingespart werden.

Politische Unterstützung erwartet der Verwaltungsrat auch für Massnahmen zur Reduktion von Behinderungen des ÖV. Hier liegt – ebenfallls ohne Abbau von Leistungen – ein Sparpotenzial von rund einer Million Franken pro Jahr.

Die eingangs erwähnten, durch die BVB im Detail noch zu prüfenden Massnahmen werden kommuniziert, wenn die zuständigen Stellen darüber befürwortend oder ablehnend entschieden haben.

Von Redaktion


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