Artikel vom 27.07.2005

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Express-Meldung - Artikel folgt

Markus Kutter (79) gestorben✝

Er war ein Eigenartiger, der mit queren Ansichten viel zu Basel, dessen Kultur und Politik beigetragen hat

Von Jürg-Peter Lienhard



Markus Kutter, 9. Oktober 1925 ✶ - 26. Juli 2005 ✝



BASEL.- Um 15.16 Uhr, am 27. Juli 2005, meldete der Präsident des Basler Verfassungsrates, Max Pusterla, in einer Mail, dass «der Verfassungsrat mit Betroffenheit Kenntnis vom unerwarteten Hinschied seines langjährigen Mitglieds Dr. Markus Kutter» Kenntnis genommen habe. Kutter starb am Abend des Dienstag, 26. Juli 2005. Matthyas Jenny, Initiator des Literatur-Festivals und der Buchmesse «BuchBasel», wird im Laufe des frühen Abends vom Mittwoch, 27. Juli 2005, eine Würdigung des Verstorbenen zuhanden der Leserschaft von webjournal.ch veröffentlichen. Er hat mitten in seinen Ferien auf Korsika die Nachricht von der webjournal.ch-Redaktion erhalten.

Markus Kutter war ein allseits interessierter Zeitgenosse, ein Querdenker in jeder Beziehung - aber eben: ein Denker!

Er hat sich mit keinem Thema leichtsinnig auseinandergesetzt, insbesondere dann, wenn er mit überraschenden Ansichten und oft «unrealistischen» Projekten auftrat.

Sein Interesse an der Region Basel führte ihn auch - zumindest häufig virtuell - ins Elsass. Auf Vermittlung des damaligen deutschsprachigen Pressesprechers interessierte er sich für eine operative Direktion im elsässischen Freilichtmuseum Ecomusée d'Alsace. Die Anregungen und langen Gespräche des Historikers Kutter mit dem ebenso querdenkenden Gründer des Ecomusée d'Alsace, Marc Grodwohl, waren für beide höchst befruchtend - führten aber aufgrund der starken Persönlichkeiten der beiden zu keinem konkreten Engagement Kutters.

Markus Kutter begleitete den Aufbau des webjournal.ch zumindest «wohlwollend»: Wohlwollend in seinem Sinne heisst, dass er das Portemonnaie unter Verschluss hielt… («De mortuis nil nisi bene»!)

Das webjournal.ch hat Kutters persönliche Internetseite, die er in Anlehnung an das seiner Meinung nach geniale «Schaulager» als «Wortlager» bezeichnete, in der Liste seiner befreundeten Links aufgenommen (Link siehe auch unten).

Seine Texte und Bücher zur Dreiländerregion Basel sind sogenannte werterhaltende Arbeiten - zumindest für die wenigen Insider, die sie kennen! Sie dürften aber erst noch von einer breiteren Leserschaft zu entdecken sein!

Von Jürg-Peter Lienhard

Für weitere Informationen klicken Sie hier:

• Entdecken Sie Kutters «Wortlager»

• Medien-Communiqué des Verfassungsrates Basel-Stadt

• Kutter als Dichter: Rezension von Reinhart Stumm


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