Artikel vom 09.11.2004

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Kunst

Monat für Monat schmunzeln mit Mermet

Liestaler Berufswahlschüler haben einen Kunstkalender fürs Jahr 2005 mit 13 handgedruckten Originalserigrafien des Basler Grafikers und Musikers Louis Mermet geschaffen

Von Redaktion



Titelblatt «Yin und Yang» des Kunstkalenders 2005
und Signatur des Künstler-Grafikers Louis Mermet.



Mit ihm kann man «äuserst wohltuend schweigen», schreibt sein Partner und Musiker Alex Felix: Mit dem Grafiker Louis Mermet nämlich. Vielleicht sind deswegen Mermets Grafiken so «beredt» einprägsam? Immerhin schlugen sie bei zwei Parallelklassen der Liester Berufswahlschule derart ein, dass die Jugendlichen beschlossen, mit ihm einen illustrierten Jahreskalender herauszugeben. Dieses Projekt und den Kalender stellen wir vom webjournal.ch nun vor.

Wie das Projekt um den Mermet-Kunstkalender 2005 entstanden ist, erklären die beiden Berufswahllehrer Werner Spinnler und Peter Blind gleich selbst:

«Auch dieses Jahr haben sich die Parallelklassen 4b und 4c der BWK Liestal entschlossen, einen Kunstkalender für das Jahr 2005 herauszugeben. Über den riesigen Aufwand und Stress, den eine solche Projektarbeit zur Folge hat, wurden die Schülerinnen und Schüler im Voraus eingehend informiert. Trotzdem haben sie sich entschlossen, mit der nun über zwanzigjährigen Tradition fortzufahren, um mit dem Reinerlös das Skilager zu finanzieren.

Als Künstler konnten wir Louis Mermet aus Basel für unser Projekt gewinnen. Spontan hat er auf die Anfrage zugesagt. Den beiden Klassen haben wir vorerst die Website und veröffentlichte Arbeiten wie Plakate und Kinderbücher vorgestellt. Die Schülerinnen und Schüler waren von den Arbeiten begeistert.



Alle Kalenderblätter 2005 aufs Mal - schöner jedoch in Originalgrösse zu 56 Franken.


Mermet zu begeistern, braucht nicht viel…

Louis Mermet hat sich mit grosser Begeisterung der gestellten Aufgabe angenommen und unverzüglich mit der Ausarbeitung der Sujets begonnen. Noch vor den Herbstferien konnten die Entwürfe den Schülerinnen und Schülern vorgestellt werden.

Louis Mermet Ist als gelernter Grafiker ein versierter Routinier in der Umsetzung der Farbauszüge, d.h. der einfarbigen Entwürfe zu den mehrfarbigen Druckgrafiken. Von allen Bildern wurden zuerst Andrucke hergestellt und nach kritischer Begutachtung Korrekturen angebracht und die richtigen Farben bestimmt. Der Künstler hat den enormen Zeitaufwand dafür nicht gescheut.

Acht Gruppen arbeiteten am Kalender!

Die Siebe wurden nicht in der Schule, sondern im Atelier von Peter Blind hergestellt. Diese aufwändigen Vorbereitungsarbeiten wurden den beiden Klassen lediglich vorgestellt und erklärt, aktiv haben die Schüler/innen daran nicht teilgenommen. Dies hätte den zeitlichen Rahmen des Schulalltags bei weitem gesprengt und den zentralen Berufswahlprozess im 1. Quartal behindert.

Die beiden Klassen wurden in 8 Gruppen eingeteilt. Abwechselnd arbeiteten jeweils 4 Gruppen an der Kalenderproduktion. Um eine zufriedenstellende Qualität zu erreichen, sind höchste Konzentration und grosse Ausdauer unabdingbar. Bei einer Auflage von 500 Kalendern, mit insgesamt 51 Druckgängen, bedeutet dies mit den Andrucken über 30'000 manuelle Druckgänge. Die Schülerinnen und Schüler wurden also bis aufs Äusserste gefordert.

Vielschichtige pädagogische Aspekte

Die pädagogischen Aspekte dieser umfangreichen Projektarbeit sind sehr vielschichtig und beziehen sich, wie wir meinen, auf wertvolle, handlungsbetonte Erfahrungsmöglichkeiten. Die Leistungs- und Belastungsfählgkeit der Gruppe und die jedes Einzelnen werden während des Auflagendrucks und des Verkaufs auf eindrückliche Weise sichtbar. Ein spezielles Lohn-Leistungs-System garantiert den Schülern/innen bei mehr Aufwand (Überstunden, Verkaufsprovision) auch eine grössere Beteiligung am Reinerlös.

Wir danken allen Schülerinnen und Schülern für den grossen Einsatz und die vielen Arbeitsstunden ausserhalb der regulären Schulzeit. Besonderer Dank gilt Herrn Louis Mermet, der sich spontan für unser Projekt engagieren liess.

Mit freundlichen Grüssen und den besten Wünschen für das neue Jahr, die Klassenlehrer der BWIK 4b und 4c, Rotackerschulhaus Liestal: Werner Spinnler und Peter Blind.»


TECHNISCHE INFORMATIONEN ZUM KUNSTKALENDER 2005

Titelblatt Yin Yang 1 Druckgang
Januar Red Line 3 Druckgänge
Februar Dürrer Insured 4 Druckgänge *)
März Ei, Ei, Ei, Ei, Eii… 5 Druckgänge
April Four Beaks 3 Druckgänge
Mal Green Bull 3 Druckgänge
Juni Epstein Brothers 6 Druckgänge
Juli Red Ball 5 Druckgänge
August Red Dots 5 Druckgänge
September Yellow Boots 3 Druckgänge
Oktober Fade Away 3 Druckgänge
November Flight Missed 6 Druckgänge
Dezember Camel Ught 4 Druckgänge

Total (Kalendarlen separat gedruckt) 51 Druckgänge

Auflage: Papier 240 gm2, Euroset, hochweiss. matt 500 Expl.
Druck: Berufswahlklassen 4b und 4c, Liestal, 38 Schüler/innen
Leitung: Peter Blind, Klassenlehrer BWIK 4c, Liestal
Website: Adrian Pfaff, Bwk 4b, Liestal (Betreuung: M. Ziegler)
Copyright: Louis Mermet, Basel / BWK 4b und 4c, Liestal


ACHTUNG, ACHTUNG: WIE WIR ERST JETZT FESTSTELLEN KONNTEN, FUNKTIONIEREN DIE FOLGENDEN ONLINE-BESTELLADRESSEN DER BERUFSWAHLKLASSE NICHT ODER NOCH NICHT!!!
Die Redaktion von webjournal.ch wird an dieser Stelle bekanntgeben, wenn die Adressen korrekt geschaltet worden sind.

Web-Infos (auch direkt unter diesem Artikel): www. bwkkalender.ch.vu
www.rotocker.ch > BWK-Kalender

Bestellung: BWK 4b und 4c, Rotackerschulhaus, 4410 Liestal
Telefon/Fax 061 926 80 38

Online: www. bwkkalender.ch.vu > Bestellformular
E-mail: bwkkalender@gmx.ch


Feedback: www. bwkkalender.ch.vu > Gästebuch

PREIS: Fr. 56.-- (Bei Postversand mit Rechnung Fr. 64.--)


*) Übrigens: Grafiker müssen nicht schreiben können, sondern zeichnen! Gleichwohl: Adalbert Dürer schreibt sich so, also nicht mit zwei «r»! Aber einem Dürer-«Interpreten» sollte dies schon geläufig sein, ob nun Grafier oder Lehrer…




Louis Mermet ist auch Autor von webjournal.ch und wird unter Kennern gerne mit Celestino Piatti in einem Atemzug genannt.


Mermets Biografie

Eigentlich wollte er Chirurg werden, doch dann zog es ihn definitiv zur Grafik. Louls Mermet wurde 1939 in Basel geboren. Er besuchte die Rudolf-SteinerSchule, das Realgymnasium und anschliessend die Basler Kunstgewerbeschule. Schon als Kind spielte er Cello, später kam der Kontrabass hinzu. Mit Isla Eckinger - Basels berühmtestem Jazz-Export - sass er gemeinsam im Schulorchester und später, während fünf bewegten Berufsmusikerjahren, im bekannten «Mac Strittmatter Orchester».

1965 gründete Louis Mermet sein eigenes grafisches Atelier. Seine Plakate, seine kreativen und humorvollen Illustrationen erfreuen sich grosser Anerkennung und Beliebtheit. Zu seinen bekanntesten Schöpfungen aus dem Tierreich gehören wohl das Nasi, das Logo der «National-Verslcherung», der BVBär und Pätty, der Schulpolizeihund, welcher den Basler Kindern sicheres Verhalten auf den Strassen beibringt. Was seine Plakatkunst betrifft, so wird er oft - zu recht, wie ich finde - im selben Atemzug mit Herbert Leupin genannt.

Was ihm völlig abgeht, ist Effekthascherei und das damit verbundene sich verkaufen können. Könnte er es, wäre er zweifellos berühmter - aber nicht mehr derselbe. Der Louis Mermet nömlich, mit dem man lachen, die Phantasie kreisen lassen und sogar äusserst wohltuend schweigen kann.

Alex Felix

Von Redaktion

Für weitere Informationen klicken Sie hier:

Mermets Internet-Auftritt

Online-Bestellung des Kunstkalender Mermet 2005


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