Artikel vom 25.10.2004

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Rechtschreibereform

Nobelpreisträgerin mag keine «Spagetti»

Elfriede Jelinek mobilisert gegen die deutsche Rechtschreibreform

Von Redaktion



Ist für «behutsame Anpassung», aber nicht für radikale: Die jüngst mit dem Nobelpreis geehrte Elfriede Jelinek.

FRANKFURT.- Die Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek ruft in einem «offenen Brief» an die Redaktion der «Frankfurter Allgemeine» die Autoren auf, die Mitarbeit an der Rechtschreibreform zu verweigern.

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung solle die zwei stimmberechtigten Plätze im neu gegründeten Rat für deutsche Rechtschreibung nicht einnehmen, erklärte die österreichische Schriftstellerin.

Die Einladung diene nur dazu, «uns und unsere Vereinigungen zu kompromittieren». Die Akademie berät zurzeit auf der Herbsttagung in Darmstadt ihre Position.

Deutscher Rat für Rechtschreibung sinnlos?

Jelinek hält den Rat für deutsche Rechtschreibung, der an die Stelle der Zwischenstaatlichen Kommission treten soll, für sinnlos. Die deutsche Sprache brauche «keine Schriftsprachkammer» zur «behutsamen Anpassung» der Rechtschreibung.

Dem Rat sollen 18 Vertreter aus Deutschland angehören, hinzu kommen je 9 aus der Schweiz und aus Österreich. Seine Aufgabe ist, bis August 2005 die Rechtschreibreform zu überarbeiten.

Die Akademie für Sprache und Dichtung hatte bereits im Frühjahr einen Kompromissvorschlag vorgelegt. Dieser wurde von der Bildungsministerkonferenz jedoch abgelehnt.

Von Redaktion


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