Artikel vom 29.08.2004

Druckversion

Hurrra, wir bauen an unserer Website

Redaktions-Tagebuch

2. Folge der webjournal.ch-Saga

Von Jürg-Peter Lienhard

Wer etwas macht und sich mal an die Öffentlichkeit wagt, kann nicht immer nur mit wohlwollender Zustimmung rechnen. Nein, er wird sofort mit Kritik überhäuft von Leuten, die es besser wissen, ja mitunter bezieht er auch Prügel. Das fordernde Kritikasteln ist ein Gesellschaftsphänomen: der Konsumismus lässt die Leute fordern, selbst dort, wo sie nichts zu fordern haben. Es besteht also ein Missverhältnis zwischen Machen und Fordern - zuungunsten von Machen.

Als wir das Ecomusée d‘Alsace aufbauten - mit buchstäblich null Stutz - war uns bewusst, dass man mit Ideen niemanden hinter dem Ofen hervorlocken kann, geschweige denn Geldgeber. Also machten wir uns daran, mit Fronarbeit, mit Schweiss und wörtlich: auch mit Blut, die ersten 19 Häuser aufzubauen. Allerdings waren da auch Leute dabei, die unsere Vision verstanden und teilten: So der Bürgermeister von Ungersheim, der das Terrain zur Verfügung stellte. Vielleicht mit dem Hintergedanken, dass das industriell verunstaltete Gelände zu nichts taugt, und wenn das Projekt scheitert, auch kein Schaden entstanden ist…

Jährlich neue Besucherströme gewinnen

Er hat sich getäuscht, wie andere auch, und das Ecomusée d‘Alsace wurde im Sommer 1984 sogar in Anwesenheit des französischen Kulturministers Jack Lang eröffnet. Wer damals aufs Gelände kam, war erstaunt und hatte sofort eine Ahnung, wie die Vision aussieht. Wir waren uns damals bewusst, dass die Ausbaubemühungen nicht erlahmen dürfen, wenn wir jedes Jahr von neuem das bisherige Besucheraufkommen und erst noch neue Besucherströme wieder anlocken wollten. Und mussten, denn Unterhalt der bisherigen Gebäude und Aufbau neuer kostete trotz vieler Freiwilligenarbeit Geld. Viele Erdbewegungen beispielsweise, mussten mit Baumaschinen geleistet werden, die man für teures Geld zumieten musste.

Während kluge Leute bemerkten, dass da etwas Hochinteressantes im Entstehen begriffen war, dass da etwas Aussergewöhnliches entstand, und darum zuhause als Botschafter für neue Besucher wirkten, gabs dann immer wieder die Leute, die an allem und jedem was zu Meckern hatten. Die blind waren für die Investitionen an Geist und Kraft, an Liebe und Tat, die das Ecomusée d‘Alsace doch erst ermöglichten.

Wirtschaftsfaktor mit 160 Arbeitsplätzen

Inzwischen ist das Ecomusée d‘Alsace zu einem grossen Park mit fast hundert Gebäuden geworden, das auf charmante Weise die Geschichte der Zivilisation am Oberrhein erzählt und fast einen Tagesaufenthalt bedingt. Mit 160 Mitarbeitern - je nach Saison mehr oder weniger - ist es auch zu einem wirtschaftlichen Faktor geworden. Unbezifferbar ist zudem, welche Anregungen seine Existenz in Wirtschaft, Kultur und Tourismus verursacht haben. Zumindest die Ansiedlung vieler grosser Industriebetriebe aus Japan im Elsass kann indessen stichhaltig mit der Existenz des Ecomusée d‘Alsace belegt werden.

Nun stehen wir mit unserer Dreiländerseite webjournal.ch eben auch an so einem Anfang, am Anfang, unsere Vision von einer dreiseitigen Informationsplattform für die Dreiländerregion zu verwirklichen. Einer Plattform, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, kulturelle Begegnungen über die drei Landesgrenzen anzuregen oder gar anzubieten.

Nullbudget

Das finanzielle Anfangsbudget ist gleich null; die Mitarbeiter publizieren gratis und die Kosten werden vom Editor aus dem eigenen, bescheidenen Sack geleistet. Immerhin können wir seit Aufschaltung von webjournal.ch schon über 300 Artikel, 200 eigene, 400 Fotos und einige Sonderdienste für Clubmitglieder vorweisen. Das ist nicht nichts, aber noch eine Strecke weit entfernt von unserem Ziel.

Wir arbeiten daran, weitere Autoren zu gewinnen. Den Dienstleistungsbereich aber auszubauen, erfordert finanzielle Mittel, über die wir momentan nicht verfügen, aber wir werden demnächst entsprechende Interventionen vornehmen. Auch das dauert bekanntlich. Freiwillig lassen sich die Nutzer des webjournal.ch nicht dazu bringen, sich mit dem geringen Mitgliederbeitrag für den Ausbau der Site zu engagieren.

Leserbriefe beantworten ist auch Arbeit

Wir haben angekündigt, dass wir die Leserschaft künftig an dieser Stelle in unserem Tagebuch über die fortlaufende Entwicklung unserer Ideen, Bemühungen und Aktionen informieren. Die für dieses Wochenende provisorisch vorgesehene Redaktionskonferenz hat sich aus terminlichen und geographischen Gründen nicht ergeben. Hingegen wollen wir nachfolgend eine exemplarische Korrespondenz mit einer Internet-Konsumentin in Zusammenhang mit dem webjournal.ch publizieren, damit unsere Leserschaft eben auch einen Einblick in die Hintergrundarbeit des Editors erhält. Wir überlassen den Kommentar unseren Lesern und hoffen, dass der eine oder andere Leser oder Leserin sich diesbezüglich mit einem Leserbrief an uns mitteilt.


Korrespondenz-Beispiel


Erika Paneth schrieb:

Sehr geehrter Herr Lienhard
Leider muss ich Ihren Newsletter abbestellen,
denn Sie schicken ihn zu oft, mit zu wenig Inhalt.
Schade, denn die Idee finde ich gut,
aber die Umsetzung dürfte noch stark verbessert werden.
Mit freundlichen Grüssen
Erika Paneth


zeitweise GmbH

Erika Paneth
Amerbachstrasse 100
CH - 4057 Basel

erika.paneth@zeitweise.ch

http://www.zeitweise.ch


******************


24.8.2004 18.49

Sehr geehrte Frau Paneth.

Vielen Dank für die Blumen.

Tatsächlich sind letzte Woche zu viele Newsletter rausgegangen, weil eben vieles mitzuteilen war - leider zumal viele Interna.

Man kann es nicht allen Leuten recht machen: Zunächst wollten wir nur Newsletter verschicken, wenn «wichtige» Informationen anstanden. Doch gewisse Leute wünschten, dass wir stets die neuen Meldungen zustellten - vielleicht, weil die keine Zeit hatten, regelmässig unsere Site zu besuchen.

Was die von Ihnen als «zu wenig Inhalt» bezeichnete Kritik anbetrifft, so könnten unsere Interna-Meldungen dafür verantwortlich sein. Andererseits sind uns kulturelle Hinweise eben wichtig, weshalb Leute, die keinen aktiven Bezug zur Kultur haben, solche Meldungen als «zu wenig Inhalt» bezeichnen. Zudem: wir halten uns aus Parteipolitik heraus.

Wenn Sie beispielsweise unter der Themen-Rubrik «Gebrauchsanweisung» lesen, werden Sie sehen, dass wir eben erst in der Aufbauphase sind und den Dialog mit unseren Lesern suchen.

Das «Tagebuch» soll unsere Überlegungen transparent darstellen - einsehbar für alle Nutzer.

Bitte unterstützen Sie uns weiterhin mit Ihren Anregungen, aber auch indem Sie uns öfters besuchen! Im Zeitalter des Konsumismus erwarten die Leute sowieso, dass alles auf dem silbernen Präsentierteller daherkommt, und erst noch gratis!

Wollen wir so verbleiben: Wenn Sie bis Ende dieser Woche nicht mehr auf diese Mail antworten, werden wir Sie dann ganz aus der Newsletter streichen. Dann müssen Sie sich nicht nochmals Mühe für die Abbestellung machen. Andererseits können Sie gleichwohl Ihre Meinung melden.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und verbleibe mit freundlichen Grüssen.



******************


24.8.2004 19.01

Sehr geehrter Herr Lienhard
Ich glaube Ihnen gerne, das sie in der Aufbauphase sind.
Vielleicht sollten sie mit der Herausgabe warten, bis die Struktur steht
und die Inhalte leserfreundlich aufbereitet sind.
Ich mag die Online-Presse sehr gerne, aber ihre Mails
hatten weder mit der Kultur noch mit der Politik im Dreiland etwas zu tun.
Was wollen Sie eigentlich mitteilen mit ihrem Online-Letter?
Oder muss ich mich für die Antwort durch verschiedenste Links klicken?
Mit freundlichen Grüssen
Erika Paneth


******************


24.8.2004 22.14

Sehr geehrte Frau Paneth.

Das war schon immer so: Wer lesen kann, ist eindeutig im Vorteil! Unsere Seite bietet schon jetzt viele Artikel mit hohem Inforamtionswert. Zur Beantwortung Ihrer Frage, ob Sie sich nun durch die Rubriken durchklicken sollen oder nicht, halten wir uns mit der Antwort ganz höflich zurück - dafür sind sind nur Sie zuständig; diese Entscheidung können wir Ihnen nicht auch noch abnehmen!

Für die von Ihnen gesuchten Dienste müssen Sie bezahlen. Dann erhalten Sie Zugang zu den gesperrten Rubriken. Wie, meinen Sie, sollen wir unsere Seite finanzieren - um Gottes Lohn?

Was öffentlich zugänglich ist - darunter gehören auch Meinungen und Gedichte, die ja auch in der Region entstehen - ist kein Mist, auch wenn die Themen Sie vielleicht nicht interessieren! Kostenpflichtige Informationen hingegen sind jedoch themengerecht erhältlich.

Wie begründen Sie Ihre Ansprüche an eine Gratis-Site, wenn Sie nicht zu bezahlen bereit sind? Wie begründen Sie Ihre Ansprüche an eine Gratis-Site, wenn Sie die Artikel nicht zur Kenntnis nehmen wollen respektive Ansprüche stellen, die etwas kosten?

Meckern ist das eine - tun das andere. Wir tuns!

Mit freundlichen Grüssen.


PS: Sollen wir Sie nun aus der Liste streichen, oder wollen Sie mit aufbauender Kritik an unserem Projekt mitwirken, selbst wenn Sie nur hin und wieder mal bei uns vorbeischauen?



******************


Hallo guten Abend
Leider muss ich definitiv abbestellen,
noch immer ist der Inhalt mager und die Aufmachung
handgestrickt. Schade um diese gute Idee, und
nochmals, wenn die Frage erlaubt ist,
was kann ich jetzt über das Dreiland lesen?

Trotzdem mit wohlwollenden Grüssen, ich versuche es
in 1- 2 Jahren wieder, vielleicht habe sie ja dann
dazugelernt.

Kopf Hoch
Erika Paneth


******************


26.8.2004 20.15

Sehr geehrte Frau Paneth.

Vielleicht habe ich bei meiner Antwort von vorhin bei Ihnen zuviel vorausgesetzt: Unsere Newsletter informiert nur über die Aufschaltung eines neuen Artikels und nennt daher lediglich den Titel des Artikels. Wenn man den Artikel lesen will, muss man schon unsere Seite besuchen, oder auf unsere Internet-Adresse in der Newsletter klicken.

Wir denken, dass diese Art von Mitteilung, dass ein neuer Artikel geschaltet ist, einem Bedürfnis unserer Leser entgegenkommt. Die Newsletter selbst enthält nicht den Inhalt des Artikels!

Ich habe die Vorlage der Newsletter nochmals leicht überarbeitet, damit hoffentlich gar keine weiteren Missverständnisse entstehen. Ich schicke Ihnen eine neu formulierte Newsletter mit dem Titel «Test» zu, damit Sie persönlich informiert sind.

Im übrigen mache ich Sie nochmals auf unsere «Gebrauchsanweisung» aufmerksam, womit wir doch etliche der von Ihnen aufgeworfenen Fragen beantworten. Dies gilt für alle Leser.

Mit freundlichen Grüssen.

Hier also der neue Newsletter-Text:


Sehr geehrte Abonnenten von webjournal.ch

Auf dem webjournal.ch ist ein neuer Beitrag erschienen, der Sie
interessieren könnte:

«Test»

Wenn Sie den Artikel auf unserer Webseite lesen wollen, dann klicken Sie
bitte hier:

http://www.webjournal.ch

Wir danken für Ihre Interesse und grüssen freundlich:

Ihr Team vom webjournal.ch



******************


25.8.2004 0.41


JA, ich werde auf die aufbauende Kritik verzichten, ich sehe,
sie wird not amused zur Kenntnis genommen.
Ich schicke Ihnen mal ein informativen Link
(gratis, wie die Online-Zeitung),
mit freundlichen Grüssen
Erika Paneth


******************


26.8.2004 23.16

Sehr geehrte Frau Paneth.

Ich beginne langsam zu vermuten, dass wir einem Missverständnis aufsitzen, wie ich Ihrer Mail zu entnehmen glaube. Vorausgesetzt, Ihre Korrespondenz ist nicht böswillig!

Unsere Newsletter macht die Leser von webjournal.ch lediglich darauf aufmerksam, dass ein neuer Artikel auf der Site www.webjournal.ch mit dem Titel Sowieso erschienen ist. Mehr sagt die Newsletter nicht aus, mehr wird nirgends versprochen. Oder, was erwarten Sie von einer Newsletter, welche Vorbilder haben Sie im Auge?

Wenn Sie den angekündigten Artikel lesen wollen, müssen Sie daher schon auf den Link in der Mail klicken, wo es heisst: «Wenn Sie den Artikel lesen wollen, klicken Sie hier…» oder Sie gehen direkt via Favoriten auf unsere Site.

Unsere Newsletter erreicht Sie vollkommen unformatiert in reinem Text - dies aus Sicherheitsgründen (html-Formatiert ist sehr gefährlich) und weil jeder Anwender seine individuellen Einstellungen zur Darstellung seiner Mails benutzt. Deshalb würden «schön» gestaltet Mails u.U. bei Ihnen sowieso nur als Text erscheinen…

Nun noch weiter in der Missverständnis-Vermutung: Was erscheint bei Ihnen, wenn Sie auf www.webjournal.ch klicken? Da müsste doch die farbige, bebilderte Startseite kommen?

Ich danke für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüssen

PS: Eigentlich sollten Sie schon aus der Mailinglist entfernt worden sein.

PS 2: Nochmals: Eine Konsumentenhaltung, die eine Goodwillsite mit werbefinanzierten Sites vergleicht, ist unfair. Nehmen Sie Teil an der Entwicklung, kritisieren Sie und helfen Sie so am Aufbau! Es sei denn, aus mir schleierhaften Gründen wollen Sie unsere Site gegen andere Online-Zeitungen ausspielen. Warum? Unsere Ziele sind doch was ganz anderes! Im übrigen frage ich Sie, was denn in den den beiden letzten Artikeln NICHTS mit der Regio zu tun hat?

MfG



******************


27.8.2004 11.58

Hallo guten Tag Herr Lienhard

Keineswegs will ich sie gegen andere Online-Zeitungen ausspielen,
in der Geschäftswelt heisst dies "Benchmark"
(hoffentlich habe ich es richtig geschrieben), d.h. ähnliche
Angebote miteinander vergleichen.
Und gegen Webung als solches habe ich nichts einzuwenden
(auch sie haben ja eine kleine Anzeige auf ihrer Seite.)
Auf jeden Fall ist es mir lieber, wenn ich eine Seite mit Werbung
erhalte, als wenn ich in meinen Ansprüchen verständnisvolle Abstriche machen muss,
dazu bin ich bei einem öffentlichen Medium nicht bereit.
Wie gesagt, bin ich ein Fan von Online-Zeitungen und gerade
deshalb gebe ich mir die Mühe, mein Unbehagen zu diskutieren,
statt mich einfach wegzuklicken. Zudem interessieren mich News über das Dreiland,
und nicht nur kulturelle News, sondern auch über die Wirtschaft, über die Politik
und von mir aus auch Klatsch und Tratsch, wenn er witzig ist.

Aber wie erwähnt, ich bin sicher, dass sie die Inhalte optimieren werden und auch
ihr Layout ansprechender geslten können, andere Online-Zeitungen haben dies auch gechafft,

insbesondere die ca 6 anderen Zeitungen, die ich abonniert habe (immer gratis).

Herzlichen Dank auch Ihnen, dass Sie Kritik ernst nehmen, und viel Glück bei
der Weiterentwicklung ihrer Website.

mit freundlichen Grüssen
Erika Paneth


******************


27.8.2004 13.17

Sehr geehrte Frau Paneth.

Ich bin immer noch nicht sicher, ob Sie uns auf den Arm nehmen wollen - vielleicht, weil Sie «Benchmarks» statt Vergleich schreiben…

Sie gehen leider nicht auf meine Fragen ein, weshalb ich es nochmals versuche und bitte Sie, doch Ihre Argumente auf die folgenden Punkte zu präzisieren:

1. Meinen Sie nun die Newsletter (den Leserdienst, womit die Leser auf neue Artikel auf webjournal.ch aufmerksam gemacht werden) seien inhaltslos?

2. Oder meinen Sie die jüngst erschienenen Artikel? Wenn ja, welchen haben Sie ganz gelesen und keinen Inhalt darin gefunden? 1., 2., 3. usw.

3. Haben Sie bemerkt, dass in der mittleren Spalte nur Anreisser erscheinen, und dass man, wenn man den ganzen Artikel lesen will, auf die unter dem Anreisser befindlichen zwei roten Dreiecke (ein «weiter» symolisierend) klicken muss?

4. Haben Sie bemerkt, dass in der Anreisserspalte jeweils der letzte Anreisser wegfällt - dafür ist er dann in den Rubriken oder per Volltextsuche (in den Themenrubriken unten) zu finden?

5. Wären Sie bereit, wöchentlich jeweils zwei Stunden Leseranfragen nach der besten Beiz, den Öffnungszeiten der elsässischen Museen, eine Busverbindung nach Altkirch, eine Behörden-Adresse usw. per Mail zu beantworten - GRATIS?

6. Warum wollen Sie nicht dem Supporter-Club beitreten und würden dann unsere Arbeit mit einem geringen Mitgliederbeitrag unterstützen, und dafür hätten Sie dann gratis Zugang zu unseren Dienstleistungen und anderen gesperrten Rubriken, wo Sie das finden könnten, das Sie nur gratis in Anspruch zu nehmen gewillt sind?

7. Würden Sie unseren Tips überhaupt nachgehen - per Velo, Auto oder per Bahn, und würden Sie bereit sein, bei Veranstaltungen, die nur wir beschreiben, und von denen auf der Gasse niemand etwas weiss, aber wofür wir einen Erlebnis- oder Lernwert garantieren, Eintritt zu bezahlen?

8. Haben Sie die Rubriken in «Gebrauchsanweisung» nun gelesen?

Wenn Sie diese Fragen offen beantworten können - oder wenn Sie auch nur zugeben, dass Sie sich diese Fragen selbst nicht gestellt haben -, dann wären wir einen Schritt weiter.

Dann wäre ich auch sicher, dass Sie nicht als Provokations-Agentin von irgendwoher geschickt worden sind.

Mit freundlichen Grüssen

PS: Vielleicht wissen Sie selbst nicht, dass andere Online-Zeitungen u.U. fünf Jahre gebraucht haben, bis sie ihr heutiges Profil erreicht haben. Wir haben eine ganz andere Zielsetzung mit viel schwieriger Quellenlage, nämlich die grenzüberschreitende Begegnung mit der KULTUR! Und deshalb wird unsere Aufbauarbeit wohl auch mindestens fünf Jahre dauern und nicht acht Monate, wie bis dato!

PS II: Das Inserat Ecomusée ist bei uns gratis fürs Ecomusée publiziert. Weil ich zehn Jahre lang an dessen Aufbau wesentlich mitgearbeitet habe, und weil das Ecomusée für eine Pionier-Institution steht, die mit Freiwilligen angefangen hat und es zu einem kulturellen Grossunternehmen mit 160 Arbeitsplätzen gebracht hat. Und weil der Gründer ein genialer Intellektueller ist, der das Ecomusée mit Grünen und Progressiven wohl nie hätte bauen können - weil die alles besser meinen zu wissen, fordern und nichts tun, was nach Knochenarbeit aussieht. Dort bin ich in die Schule gegangen! Und dort sind mir Leute suspekt geworden, die an allem herummäkeln, weil sie selbst nichts zustande bringen…

Mit freundlichen Grüssen.



******************


27.8.2004 18.44

O.K. Ich denke nicht in ihren Schemen, 1. 2. und so fort und
gedenke deshalb auch nicht ihre "erhobenen-Zeigfinger-guck-ich-bin-korrekt -Tipps zu befolgen.
Wenn es so ein Stress ist und offensichtlich sowenig Spass macht, wie sie beschreiben und
weil Sie nicht gewillt sind, auf eine andere als die Ihrige Sprache einzugehen, lassen wir den
Disput und ich werde in ca einem Jahr wieder mal reinschauen, wie gesagt, vielleicht haben
ja auch Sie was dazugelernt.
Wie gesagt, mein Interesse ist gross, aber wir reden wirklich total aneinander

vorbei und deshalb lohnt es sich nicht mehr.
Mit freundlichen Grüssen
Erika Paneth


******************


28.8.2004 20.09

Sehr geehrte Frau Paneth.

Abschliessend zu unserer Korrespondenz muss ich ihnen beichten, dass ich inzwischen etwas Unfaires gemacht habe: Ich habe recherchiert und bin auf Ihre eigene Homepage gestossen. Hm… ich enthalte mich des Kommentars, obwohl ich aufgrund Ihrer etwas undifferenzierten Kritik an unserer Seite doch zumindest einen Anlass hätte!

Hingegen entnehme ich aus Ihrer Site, dass Sie professionelle Dienste im Bereich der Internet-Kommunikation anbieten. Wir wären daher auch potentielle Kunden für Sie!

Nun frage ich mich, was Sie als «Kommunikations-Profi» unter Aufbau von Geschäftsbeziehungen verstehen? Einen Kunden ungefragt mit Kritik überhäufen, sich mokieren über seine Arbeit und schliesslich auch den seriösen Dialog verweigern, wenn man sich schon ins Fettnäpfchen gesetzt hat?

Oder gäbe es für Sie diesen Weg: Zum Beispiel mit einer geschickten Entschuldigung, mit der man elegant den Dialog wieder antreiben und auf ein anderes Niveau setzen könnte?

Im übrigen wirft Ihre Dialogverweigerung auch ein vielsagends Licht auf Ihre Partei «SP», womit Sie nun den Eindruck gefestigt haben, dass dort eben sehr spezielle Leute dabei sind.

Gute Besserung und freundliche Grüsse.

PS: Damit beende ich die Korrespondenz. Aus der Nesletter sind Sie schon ausgetragen.


Von Jürg-Peter Lienhard

Für weitere Informationen klicken Sie hier:

Vergleichen Sie selbst…


Klicken Sie hier, wenn Sie fortan bei neuen Artikeln dieses Autors benachrichtigt werden wollen!





Nach oben


Copyright © 2003 by webjournal.ch

 

Die Funktion Newsletter ist wegen Spam blockiert. Schreiben Sie eine Mail an info(ad)webjournal.ch mit dem Betreff: «Bitte newsletter zusenden» Besten Dnak für Ihr Verständnis.