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KulturSchweigen

Artikel vom 28.07.2004

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Kunstwelt

Botschafts-Blase geplatzt

Aus der Traum vom neuen Kunsthaus in Basel: Der Spekulant Dieter Behring - in die Schlagzeilen in Zusammenhang mit der undurchsichtigen Stiftung «Pro Facile» geraten - hat kalte Füsse bekommen

Von Redaktion



Das Kunsthaus kommt nicht - es war abzusehen! Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2004

BASEL. red.- Es hätte eine «Bereicherung» für die sowieso schon sehr reiche Kunststadt Basel werden sollen: Das Kunsthaus Botschaft Basel an der Spitalstrasse, gegenüber dem Klinikum I. Nebst Ausstellungräumen für zeitgenössische Kunst hätte es auch vier bis fünf Künstlerwohnungen beherbergen sollen. (Siehe Beitrag auf webjournal.ch vom 14.5.2004 - Link am Schluss dieses Artikels.)

Der Financier Dieter Behring war in den letzten Wochen im Zusammenhang mit der gemeinnützigen Stiftung Pro Facile in die Schlagzeilen geraten. Die Wirtschaftszeitung «Cash» widmete dem Börsenspekulant und Softwareentwickler für Börsengeschäfte drei volle Seiten inklusive Titelseite und kritisierte dessen «undurchsichtiges» Geschäftsgebaren.

Im Dunstkreis von Pro Facile

Anfang Juli war Behring, ebenso wie die Basler Ständerätin Anita Fetz und der Solothurner Regierungsrat Roberto Zanetti, aus dem Stiftungsrat von Pro Facile ausgetreten. Nun folgt die Reaktion, die eben auch so etwas wie eine Konsequenz aus dem Geschehen, den Gerüchten und den Zweifeln ist: «Im gegenwärtig schwierigen Meinungs- und Marktumfeld» werde Behring nun halt sein Engagement auf die eigenen Geschäfte konzentrieren, heisst es in einer am Mittwoch, 28. Juli 2004, veröffentlichten Medienmitteilung der Stiftung «Botschaft Basel».

Alle Rechnungen «sollen bezahlt werden».

Das Projekt werde nun gestoppt, heisst es in der Mitteilung. An den Vorbereitungsarbeiten waren gemäss Projektleiter Marc Bättig drei Mitarbeiter beteiligt, die ihre Stelle nun verlieren. Alle ausstehenden Rechnungen würden aus dem Stiftungsvermögen beglichen, betonte Bättig.

Der Solothurner Behring, der als Laborant begonnen und nach Basel gezogen ist, war auch wegen eines anderen Anlasses ins Gerede und in die internationale Presse gelangt und damit auch ins schiefe Licht als verdächtiger Aufschneider geraten: In einem Londoner Restaurant verpulverte er für rund 100'000 Franken ein grosses Fressen für sechs seiner Kumpane aus dem Geld-Business.

Von Redaktion

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Archiv: Artikel vom 14.5.2004


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