Artikel vom 21.11.2011

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Basel - Allgemeines

SRF verlegt Kultur-Redaktion nach Basel

Überraschende Ankündigung von SRF-Direktor Rudolf Matter vom Montag, 21. November 2011, in Basel vor der Statistisch-Volkswirtschaftlichen Gesellschaft

Von Jürg-Peter Lienhard



SRF-Direktor Ruedi Matter. Foto zVg


Das Fernsehen kehrt nach Basel zurück: Sobald eine geeignete Lokalität gefunden ist, wird die Kulturredaktion des Deutschweizer Fernsehens von Zürich nach Basel umziehen. Dies erklärte Rudolf Matter, Direktor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) am Montag, 21. November 2011, an seinem Vortrag vor der Statistisch-Vokswirtschaftlichen Gesellschaft Basel. «Die Mitarbeiter stehen mit gepacktem Gepäck bereit», erklärte er dem verblüfften Publikum in der Aula der Basler Uni. Der Umzug erfolge, sobald eine entsprechende Lokalität gefunden sei.

Der mysteriöse Titel «Fernsehen in Basel: Eine Rückkehr» schien mehr zu versprechen als zu halten. Doch Ueli Vischer vom Vorstand der vornehmen Statistisch-Volkswirtschaftlichen Gesellschaft sah sich «positiv getäuscht», wie er am Schluss des Vortrags von Rudolf Matter erklärte. Wie Matter sagte, komme für den neuen Standort aber nicht das alte Radio-Studio auf dem Bruderholz in Frage, da es weder geeignet noch in baulich genügendem Zustand sei.

Er rief die nicht sonderlich zahlreich erschienenen Vertreter aus Wirtschaft und Politik der Region Basel dazu auf, ihm bei der Suche nach einem geeigneten Standort behilflich zu sein. Sobald das Lokal gefunden sei, beginne der «sofortige Umzug». Insgesamt darf Basel damit rechnen, künftig rund 250 Mitarbeiter der Kulturredaktion von SFR in Basel zu beschäftigen.

1952 ist von Studenten das Referendum gegen einen geingfügigen Kredit für einen Fernseh-Versuchsbetrieb ergriffen worden. Daraufhin kam Zürich zum Zug, wo das Deutschschweizer Fernsehen seither produziert und sendet.

Pikanterweise waren die Urheber des für die Stadt folgeträchtigen Referendums Studenten, die später die verpasste Zukunft Basels als «Medienstadt» beklagten, so unter anderen der verstorbene Publizist Markus Kutter und der spätere Publizitäts-Chef der Ciba-Geigy, Walter Strasser.

Von Jürg-Peter Lienhard


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