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KulturSchweigen

Artikel vom 07.02.2010

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Basel - Kultur

Ein durchzogener Monstre-Jahrgang

Das Jubiläums-Drummeli 2010 folgt schön der Tradition, ist nicht überrissen oder überladen und hat dennoch einige herausstechende Höhepunkte sowie einen sensationellen «Singvogel» gebracht

Von Redaktion



«Voorfraid» ist die beste Freude - Vorfreude auf einen guten Jubiläums-Fasnachts-Jahrgang: Die Rätz brachte am Drummeli einen neuen Marsch namens «Ratz». Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010


Drummeli-Regisseur Michael Luisier tat gut daran, das Jubiläums-Monstre 2010 nicht als Prestige-Inszenierung dadurch der Gefahr des Scheiterns auszusetzen. Die Premiere vom Samstag, 6. Februar 2010, jedenfalls ging so schon fast dreieinhalb Stunden und gehört damit zu den eher längeren Jahrgängen, auch wenn es schon welche gab, die erst kurz vor Mitternacht endeten…

Die «Neuerung» mit dem Conférencier in der Rolle eines «Fasnachts-Archäologen» ist zwar eine gute Idee, die man für die nächsten Drummeli-Jahrgänge weiterverfolgen sollte. Doch waren die Texte schwach, und zum Teil nervten sie durch die Wiederholung des Bedankens… «Danggschön Muusig, Danggschön Raame…»

Auch der Text der «Satire», die aus einer Truhe entsteigt, war eher mühsam, da er gekünstelt tiefsinnig daherkam, wohl «Poesie» sein sollte und viel zu langsam und mit zu langen und vielen Kunstpausen vorgetragen wurde.

Dies die Negativpunkte, die zuerst, damit das Positive am Schluss kommt und dafür länger haften bleibt: Für die Jubiläums-Ausgabe sind vor allem die musikalischen Beiträge hervorragend vorgetragen worden. Die beteiligten Stammcliquen hatten saubere Vorträge und höchst originelle Darbietungen präsentiert.

Die beiden Guggen - Jeisi Migger und Schränz-Gritte - kamen gut an, wobei die Schränz-Gritte einen Bigband-Sound hinlegte, dass es ein Genuss war.

Der Singvogel gehört zu den begnadeten Bänklern, dessen Pointen richtiggehend einschlugen, während der Doggter FMH eher auf Witz zielte, was er durch den etwas komplizierten Vortrag noch zu unterstreichen wusste.

Sehr viel Applaus erntete eine Lichtbilder-Einlage, die den Kanton Baselland mit der DDR verglich… was hier schriftlich vielleicht etwas abwegig tönt, aber als Satire hervorragend getextet war.

Unter der Prominenz sah man alt Bundesrat Samuel Schmid am selben Tisch wie Arthur Cohn, aber auch Margrit Läubli (die Ehefrau von Ces Keiser) und eine Delegation der Basler Regierung mit Gass und Conti.



Das Monstre 2010 dürfte als «pfundiger» Jahrgang in die Fasnachts-Geschichte eingehen - zumal, was die musikalischen Darbietungen angeht. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010

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Von Redaktion

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• Schauen Sei sich die Dia-Show von der Drummeli-Premiere an

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