Artikel vom 30.08.2009

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Elsass - Wirtschaft

Mit langer Fotostrecke am Schluss

Die erste Agrogast ist gut gestartet

Letztes Jahr hiess die Gastronomiemesse in Hagenthal-le-Haut noch «Degustha», aber weil ihr Gründer mit dem Dorf in Streit geriet, musste der Name geändert werden

Von Jürg-Peter Lienhard



Das Wetter spielte mit - das ist schon mal ein gutes Zeichen auch für die Zukunft… Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2009


Die «Agrogast», die Nachfolgerin der «Degustha» von Hagenthal, hat einen erfolgreichen Start gemeistert. Dank der riesigen Scheunen und Hallen auf dem «Lindenhof» von Hagenthal-le-Haut sowie einer klug angeordneten Zeltstadt ist die Gastronomiemesse 2009 übersichtlicher und erst noch charmanter, dafür um einiges kleiner als letztes Jahr. Das Publikum muss nicht mehr einen Marathon-Parcours absolvieren, aber auch die Aussteller haben eher Aussicht, dass die Verteilung des Konsumenten-«Kuchens» ihre Auslagen genügend zu decken vermag.

Man hat es kommen sehen, und Henri Kuentz, der Gründer der «Degustha», sagte es schon lange jedem, auch dem, der es gar nicht hören wollte, dass ihm die vielen freiwilligen Helfer aus den Dörfern Hagenthal-le-Haut und -le-Bas, demnächst «in die Schuhe blasen können». Nur hat der Berufs-Chaot die Rechnung ohne die Landwirte der Betriebsgemeinschaft Lindenhof auf dem riesigen Feld zwischen dem oberen und dem unteren Hagenthal gemacht, ja sie gar zwei Mal vor Gericht gezerrt, mit der völlig aussichtslosen Klage, dass sie selbst unter anderem Namen nicht eine Gastronomiemesse als Nachfolgerin der «Degustha» Kuentzscher Prägung abhalten dürfen.

Die von Kuentz enttäuschten Hagenthaler, die er richtiggehend verseckelte, indem er sie erst vor wenigen Wochen vor das fait accompli gestellt hatte, dass er keine «Degustha» in Hagenthal durchführen werde, sondern sie dieses Jahr im Automobilmuseum von Mulhouse abhalte, mögen in seinen Augen zwar «Bauerntrampel» sein, aber sie haben eben doch bemerkenswert gewitzt bauernschlau rasch und effizient reagiert.

Der Député des Kantons, der aus Folgensbourg stammende ehemalige Zahnarzt und amtierender Bürgermeister von Saint-Louis, Jean Ueberschlag, sagte daher an der Eröffnung der «Agrogast 09», am Freitagabend, 28. August 2009, an die Adresse von Kuentz, man «transplantiert nicht einen grossen Baum, zumal mit dem Risiko, ihn sterben zu sehen»… Und indem man sich darum foutiert, was aus der «Osmose von Produzenten, Freiwilligen und Besuchern» gewachsen ist. Um so mehr sei die vollbrachte Anstrengung nun zukunftgerichtet und trage einen Namen: «Agrogast».

«Wir wollten auf die Grundidee zurückkommen - Gastronomie und Wohlgeschmack», sagte Pierre Pfendler, Landwirt und Präsident des Vereins Lindenhof, auf dessen Gelände die frühere «Degustha» ablief und die jetzige «Agrogast» abgehalten wird. Unter Kuentz wurden Aussteller akzeptiert, die weder mit Gastronomie noch mit «saveurs», also Tafelkultur, etwas zu tun hatten - Autohändler, Plunderverkäufer, Immobilien-Agenten…

Das Publikum jedenfalls will eine Gastromesse, die interessant und qualitativ ansprechend ist. Immerhin hat es in die neuen Organisatoren doch ziemlich Vertrauen, wie der erfolgreich verlaufene Eröffnungstag zeigte. Die Bauern des Lindenhofs wurden gewissermassen ins kalte Wasser geworfen - und schwimmen nun unerwartet ertaunlich kräftig obenauf! Pierre Pfendler entdeckte immerhin, dass auch in ihm organisatorisches Talent schlummert.

Und wie: Die Organisation verlief auf Anhieb reibungslos. Dies dank der klugen Vorbereitungen, womit das Gelände erschlossen und die Parkplätze ausgesteckt werden mussten, damit die Leute nicht zu weite Fussmärsche mit schweren Weinkisten oder Lebenmittelpaketen unternehmen mussten. Die neuen Messeverantwortlichen lösten dies mit einem Waren-Treffpunkt, der es erlaubt, beim Wegfahren sehr nahe an das Depot hinzufahren.

Wie es nächstes Jahr weitergeht, so Pfendler, wird nach Ende der Messe am Montag, 31. August 2009, aufgrund der Erfolgsbilanz diskutiert. Wo und wie, sei zwar noch nicht bestimmt - immerhin bleibt die «Agrogast» in Hagenthal -, aber es wird bestimmt eine Fortsetzung geben. Das Pflänzchen «Agrogast» soll eben wieder zu einem starken Baum heranwachsen.


Information

Agrogast 2009
Ferme du Lindenhof
F-68220 Hagenthal
Tel.

von Freitag, 28. August, bis Montag, 31. August 2009,
täglich von 10 bis 23 Uhr


Fotoreportage von J.-P. Lienhard, Basel © 2009





L'allocution du député-maire Ueberschlag avant le VBK («vin blanc et kougelhopf»)



Ojé, notre confrère, Matthieu Hoffstetter des Dernières Nouvelles d'Alsace, en service professionnel obligatoirement cravatté même à 35 degrés…: Il ne manque jamais de cravatte - même pas aux enterrements de chiens, comme on dit néttement à Bâle…



L'équipe de Hagenthal-le-Haut - il y à 720 ans… avec polo-t-shirt blanc comme un Aspro…





Président Pierre Pfendler d'Agrogast 2009 et les «Gugus de Strasbourg».









Le parfum du midi, le parfum démodé des vieilles tantes bâloises d'antan couvre qu'un peu, vraiment qu'un peu, le «parfum» de la ferme aux vaches du Lindenhof…



















Quel aimable sourire inattendu - provenant de Hégentheim, village paysan frontalier de Bâle, ou on prononce le «oui» sérieusement de façon «yo-où»…



Photo ajoutée pour ne pas provoquer de la jalousie chez les membres du club aux 200 livres…



Où il y à des belles filles adolescentes il y à pas loin des garçons pré-potentiels…





























M. Léon Strebel, médecin pédiatre retraité, est né à Saint-Louis où il fut évaqué pendant la guerre vers Lectour.



La pleine lune - c'est triché par photoshop… Mais autrement on n'aurait pas pu comprendre que l'horizon noir est le ciel de nuit…


Tous le photos: J.-P. Lienhard, Bâle © 2009

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Von Jürg-Peter Lienhard

Für weitere Informationen klicken Sie hier:

• Homepage der Agrogast (D/F/E)


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