Artikel vom 08.08.2009

Druckversion

Am Radio/Fernsehen/Internet

Bayreuth live auf dem Internet

Am Sonntag, 9. August 2009, wird um 15 Uhr erstmals aus dem Festspielhaus auf dem «grünen Hügel» die Wagner-Oper «Tristan und Isolde» in einer Inszenierung von Christoph Marthaler als Direktübertragung auf das Netz aufgeschaltet

Von Redaktion



Die Siemens-Stiftung ermöglicht nicht nur die Übertragung von «Tristan und Isolde» auf den Festspielplatz von Bayreuth, sondern auch via Internet in die ganze Welt.


Schon Richard Wagner träumte von «Festspielen für jedermann». Auch Urenkelin Katharina Wagner will die Festspiele für das breite Publikum öffnen. So ermöglichen die Bayreuther Festspiele und die Stadt Bayreuth, gemeinsam mit dem Elektrotechnik-Unternehmen Siemens, am Sonntag, 8. August 2009, die Live-Übertragung per Breitband-Internet. Ab 12 Uhr wird vom «grünen Hügel» fürs Internet gesendet. Zunächst das Dramaturgen-Gespräch um 13 Uhr, dann um 14 Uhr eine Werkseinführung und ab 15 Uhr beginnt die Live-Vorstellung, die bis zirka 21.15 Uhr dauert.




Das Festspielhaus auf dem «grünen Hügel»: Das Genie Wagner war nicht nur Musiker und Text-Dichter, sondern auch Architekt, Akustiker und Bühnentechniker. Verständlich also, dass, wer vom Wagner-Virus ergriffen wird, nicht mehr davon loskommt…

Die Live-Übertragung vom «grünen Hügel» wird technisch und finanziell von der Siemens-Stiftung ermöglicht. Unter dem Titel «Siemens Festspielnacht» wird die Oper «Tristan und Isolde» auch direkt vom Festpielhaus mittels Grossbildschirm auf den Festplatz Bayreuth übertragen. Rund 2000 Stühle haben die Organisatoren bereitgestellt, und wer keinen Stuhl ergattert, darf selber einen mitbringen… Die Übertragung «fürs Volk» wird jedenfalls in bester HD-Bild- und Tonqualität auf eine tagesllichttaugliche Vidowand von rund 90 Quadratmeter projiziert.

Die «Siemens Festspielnacht» begleitet ab Mittag ein Rahmenprogramm. Dabei wird Musikpublizist Axel Brüggemann als erfahrener Moderator das Publikum in das Geschehen auf, vor und hinter der Bühne einführen. Die Live-Übertragung von «Tristan und Isolde» beginnt bereits um 15 Uhr und endet kurz nach 21 Uhr.

Der schnelle «Webstream» über Internet auf den eigenen Computer ist über das Siemens-Internet-Portal (Link siehe unten) erreichbar und besonders benutzerfreundlich gestaltet. Einen speziellen Service bietet dabei der Helpdesk in verschiedenen Sprachen - er hilft bei technischen Fragen sofort und unkompliziert weiter. Je nach Internet-Anbindung und Computer-Ausstattung kann der Nutzer zwischen drei unterschiedlichen Auflösungen wählen. Die optimale Bild- und Tonqualität lässt sich individuell sogar in exzellenter HD-Auflösung übertragen.

Ausserdem kann auf Wunsch der Operntext simultan in deutschen Untertiteln eingeblendet werden. Das ist zwar nicht wie das «Public Viewing» in Bayreuth gratis zu haben, sondern wird gegen eine Gebühr von knapp 15 Euro angeboten. Die Erlöse werden nach einem von der Bayreuther Festspiele Medien GmbH mit den Künstlern vertraglich festgelegten Lizenzschlüssel an die Künstler weitergegeben. Doch dafür bekommt der Internet-Nutzer neben der Live-Übertragung zusätzlich die Möglichkeit, innerhalb von zwei Wochen die Aufzeichnung dieser Inszenierung «on demand» noch einmal zu geniessen.

Die Siemens Festspielnächte sind Publikumsmagneten. So verfolgten letztes Jahr Zehntausende Menschen Wagners «Meistersinger» bis zum Schluss und waren von der ersten Festspielnacht in Bayreuth rundum begeistert. Auch die räumlich etwas kleineren öffentlichen Festspielübertragungen in Salzburg, die Siemens seit 2001 unterstützt, ziehen jedes Jahr ähnlich grosse Besucherströme an; bislang rund eine Viertelmillion!



Wer kein Eintritts-Billett ergattern konnte, für den überträgt die Siemens-Stiftung die Oper «Tristan und Isolde» in Bayreuth auf Grossleinwand - kostenlos für die Zuschauer.


Information

Beginn: ab 12.00 Uhr (MESZ)
13.00 Uhr: Übertragung Dramaturgengespräch
14:00 Uhr: Werkseinführung
15.00 Uhr: Beginn Liveübertragung
21:15 Uhr: Ende Übertragung
moderiertes Pausenprogramm

Vom 10. bis 23. August ist diese Bayreuth-
Inszenierung auch on-demand als Download im Netz abrufbar (kostenpflichtig - siehe weiter unten).


Je nach Computer-Ausstattung kann der Nutzer in diesem Jahr zwischen drei unterschiedlichen Auflösungen wählen und stellt so die optimale Bild- und Tonqualität für die Übertragung ein. Neu in diesem Jahr sind der Webstream in HD-Qualität mit 2.500 bis 3.000 kbits/sec, und eine Version mit deutschen Untertiteln.

Um eine maximale Ausfallsicherheit der Live-Übertragung liefern zu können, wird zusätzlich unabhängig über eine internet-basierte Back-up Strecke übertragen. Wenn die Satelliten-Übertragung z.B. durch Unwetter gestört werden sollte, kann dem Zuschauer trotzdem ein Video-Bild geliefert werden.

Der Zugang zum Webstream ist jetzt erstmals auch über das Siemens Internet Portal (Link siehe unten) möglich, Übertragungsbeginn der Oper «Tristan und Isolde» ist am 9. August 2009, 14.45 Uhr (MESZ).

Die Gebühr beträgt 14,90 Euro (Bezahlung über Kreditkarte, ClickandBuy oder Paypal).

Die Erlöse werden nach einem von der Bayreuther Festspiel Medien GmbH mit den Künstlern festgelegten Lizenzschlüssel an die Künstler weitergegeben. Im Preis enthalten ist auch eine eigens produzierte exklusive Backstage-Reportage. Einen besonderen Service bietet der benutzerfreundliche Helpdesk mit optionalem System- und Bandbreitencheck (Link siehe unten).

Eine deutsch- und englischsprachige Telefon-Hotline (+49 (0)40 646 046 627) ist täglich von 8.00 – 22.00 Uhr (MESZ) und vom 8. bis 10. August 24 Stunden durchgängig erreichbar.

Siemens: Innovatives Kultur-Engagement

siemens.- Mit der virtuellen Oper überschreitet die Siemens Festspielnacht die Grenzen herkömmlicher Aufführungs- und Übertragungspraxis. Dank zukunftsweisender Technologien und modernster Webstandards können Zuschauer weltweit am einmaligen Bühnenerlebnis der Bayreuther Festspiele teilhaben. Für viele von ihnen rund um den Globus ist das die vielleicht erste und einzig mögliche Begegnung mit Wagner.

Das kulturelle Engagement von Siemens steht für gesellschaftliche Verantwortung. Dies beinhaltet nachhaltige Förderung herausragender Kulturangebote gleichermaßen, wie auch die Bestrebungen, Kultur einer Vielzahl von Menschen weltweit zugänglich zu machen. Die Siemensfestspielnacht macht die Oper auch für jüngere und jüngste Zielgruppen attraktiv, die bislang keine Berührung mit klassischem Musiktheater hatten. Sie vereint passionierte Opernliebhaber, ausgewiesene Kenner, interessierte Neulinge aller Alterstufen und das Nachwuchspublikum vor der Leinwand und im Internet.



Fotoreportage aus den Proben zu «Tristan und Isolde» 2009




Tristan und Isolde Besetzung 2009

Musikalische Leitung: Peter Schneider
Regie: Christoph Marthaler
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Anna-Sophie Mahler
Bühnenbild: Anna Viebrock
Kostüm: Anna Viebrock
Chorleitung: Eberhard Friedrich
Dramaturgie: Malte Ubenauf

Tristan: Robert Dean Smith
Marke: Robert Holl
Isolde: Irene Theorin
Kurwenal: Jukka Rasilainen
Melot: Ralf Lukas
Brangäne: Michelle Breedt
Junger Seemann: Clemens Bieber
Ein Hirt: Arnold Bezuyen
Ein Steuermann: Martin Snell

Credits © Photos: Jörg Schulze, Enrico Nawrath, Bayreuther Festspiele GmbH, Siemens Festspielnacht

Von Redaktion

Für weitere Informationen klicken Sie hier:

• Direktlink zur Siemens-Fespielnacht

• Alles über die Bayreuther Festspiele - Homepage


Klicken Sie hier, wenn Sie fortan bei neuen Artikeln dieses Autors benachrichtigt werden wollen!





Nach oben


Copyright © 2003 by webjournal.ch

 

Die Funktion Newsletter ist wegen Spam blockiert. Schreiben Sie eine Mail an info(ad)webjournal.ch mit dem Betreff: «Bitte newsletter zusenden» Besten Dnak für Ihr Verständnis.