Artikel vom 13.05.2009

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Basel - Allgemeines

Glück im Affen-Stall

Eigentlich rekordverdächtig ist der reichliche Kindersegen bei den Weisskopfsakis (und andere Neuigkeiten vom Zolli-Apero vom Mittwoch, 13. Mai 2009)

Von Redaktion



Weisskopfsakis im Basler Zolli: Wenn man nicht aufpasst und einen Tippfehler verursacht, heissen die herzgien Äfflein pötzlich wie die ebenfalls edlen Zutaten zu einem «Choucroute à l'Alsacienne»… Foto: Zoo Basel © 2009


Mit grosser Ruhe und Vertrautheit trägt die Weisskopfsaki-Mutter Mop (10) ihr siebtes Kind, neugierig umgeben von den beiden Töchtern Estrella (2) und Feliz (1). Es braucht schon ein etwas geübtes Auge, um den mit glasigen Äuglein in die Welt blickenden Winzling in den langen Haaren seitlich am Körper der Mutter zu entdecken.

Mop und der schon bejahrte Patric (25) wurden erst im Jahr 2003 in Basel zusammengeführt. Schon bald war klar, dass sich die beiden bestens vertrugen. Noch im selben Jahr gebar nach einer Tragzeit von rund fünfeinhalb Monaten Mop ihr erstes Kind. Leider überlebte es nach Komplikationen bei der Geburt nicht, ebenso die nächsten zwei Kinder in den zwei darauffolgenden Jahren. Das nun am 21. April 2009 geborene ist das vierte, welches gesund heranwächst.

Weisskopfsakis leben in den tieferen Stockwerken des Regenwaldes in Brasilien nördlich des Amazonas, in Guyana und Venezuela. Es sind keine häufigen Zootiere. Ihre Zucht wird in einem EEP (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm) der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) koordiniert.

Ob das Junge von Mop ein Junge oder ein Mädchen ist, bleibt noch ein paar Wochen ungewiss. Männliche Weisskopfsakis entwickeln etwa im dritten Lebensmonat ihre charakteristische weisse Gesichtsmaske.


Kuckuckskinder bei den Lisztäffchen



Wer mal vor einiger Zeit im Basler Hotel «Drei Könige» seinem Klavier-Konzert für die Geliebte Marie d’Agoult zugehört (und zugesehen) hat, versteht, warum die Äffchen im Basler Zolli auch seinen Namen tragen: Liszt-Äffchen. Foto: Zoo Basel © 2009


Die am 10. April im Zoo Basel geborenen Lisztäffchen-Zwillinge wachsen in einer regelrechten Patchworkfamilie heran. Sie werden von zwei männlichen Tieren betreut, die beide nicht die Väter sind. Beim Menschen sind Zwillingsgeburten momentan eine Modeerscheinung, bei den Lisztäffchen sind sie der Normalfall.

Im Zoo Basel haben die Lisztäffchen am 10. April gleich für eine dopptelte Kinderüberraschung gesorgt. Im März dieses Jahres erhielt der Zolli, vermittelt durch den Koordinator des Erhaltungszuchtprogramms, ein sechsjähriges Weibchen aus Salzburg. Schon während der Quarantäne tauschte es freundliche Kontaktlaute mit den beiden Basler Männchen (2 und 11 Jahre) aus. Die Zusammenführung verlief entsprechend problemlos.

Bereits nach zwei Tagen wurden gemeinsame Ausflüge in die Aussen-Anlage unternommen und der Schlafplatz geteilt. Als wäre dies nicht der freudigen Ereignisse genug, brachte das neuangekommene Weibchen am 10. April zwei gesunde Jungtiere zur Welt.

Bei Krallenäffchen, die selbst nur wenig mehr als 400 Gramm wiegen, sind Jungtiere von 45 Gramm wahre Riesen. Verglichen mit menschlichen Verhältnissen müsste eine Mutter von 60 Kilogramm Körpergewicht Zwillinge von insgesamt 12 Kilogramm zur Welt bringen!

Diese hohe Investition der kleinen Affenmutter wird dadurch ausgeglichen, dass der Vater und gelegentlich auch Söhne die Kleinkinder auf ihrem Rücken tragen und lediglich zum Stillen der Mutter übergeben. Die aus Salzburg angereiste, hochschwangere Dame stiess im Zolli auf zwei wahre Gentlemen.

Wie es sich für Lisztäffchenmänner gehört, tragen sie die zwei Jungtiere - als tapfere Patchworkväter auch ohne die vorangehenden Freuden der biologischen und ohne die Genugtuung der genetischen Vaterschaft.

Lisztäffchenweibchen bringen meist Zwillinge zur Welt. Das Weibchen trägt die Kleinen meist aber nur in den ersten ein bis zwei Wochen, dann übernehmen der Vater und später auch ältere Geschwister diese Aufgabe. Die Mutter nimmt die Jungen dann nur noch zum Säugen zurück.

Siegerklasse des «zooschweiz»-Wettbewerbs spielt im Neuen Tabourettli

Eine Woche vor dem zolli-Apero vom 13. Mai 2009, wurden die acht besten Theaterstücke des Theaterwettbewerbs von «zooschweiz» von einer Jury beurteilt. Eine 4./5. Primarklasse aus Adliswil entwickelte das Stück «Tausend und ein Wolf», das den Wolf aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln zeigt.

Die Schüler werden ihr Stück am 12. Juni 2009, um 19 Uhr, im Neuen Tabourettli am Spalenberg aufführen. Der Anlass ist eine Benefizveranstaltung zugunsten des Herdenschutzes in der Schweiz.

Von Redaktion

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